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am 9. Februar

BAUEN+WOHNEN: Wohnbauförderung wird grüner - Bauen mit Holz wird stärker gefördert!

Josef Scheinast - Wohnbausprecher LAbg. Josef Scheinast: „Die kommende Novelle der Wohnbauförderung bringt mehr Unterstützung für den mehrgeschossigen Holzwohnbau!“

„Während in Salzburg inzwischen jedes dritte Einfamilienhaus aus Holz gebaut, sind es im mehrgeschossigen Wohnbau nur sechs Prozent. Mit der kommenden Novelle der Wohnbauförderung wollen wir das ändern – und damit dem klimafreundlichen Holzbau einen ordentlichen Schwung verpassen“, kündigt der GRÜNE Wohnbausprecher anlässlich der aktuell stattfindenden „Bauen und Wohnen“-Messe an. Konkret werden die Zuschlagspunkte, die man für das Bauen mit Holz bekommt, verdoppelt. Darauf haben sich die Grünen mit ihren Koalitionspartnern nun geeinigt.

Ein äußerst gelungenes Beispiel für mehrgeschossigen Wohnbau aus Holz findet sich in Graz: Dort beweisen vier sechsgeschoßige Wohnbauten der „Hummelkaserne“, dass man mit Holz ressourcenschonend und auch hoch bauen kann – so hoch wie noch nie zuvor im österreichischen Wohnbau. Rund 92 geförderte Wohnungen konnten so errichtet werden. „Die Baukosten waren dort übrigens genauso hoch wie bei einer konventionellen Bauweise. Das liegt nicht zuletzt an der kurzen Bauzeit im Holzbau“ erklärt Scheinast.

Auch das Land Oberösterreich hat bereits Großprojekte im geförderten Wohnbau mit Holzbauweise durchgeführt und die Vorteile erkannt: für Wohnbauten mit etwa 50 Wohneinheiten werden etwa 1.200m3 Holz benötigt. Diese Menge wächst in den österreichischen Wäldern in weniger als einer Stunde nach. Durch die Errichtung des Gebäudes in Holzbauweise wurden etwa 2.400 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre langfristig gebunden und eingespart. Das entspricht der Menge, die 1.100 Autos durchschnittlich im Jahr ausstoßen.