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am 1. August

GRÜNE begrüßen Maßnahmenpaket „Leistbares Bauen und Wohnen“ – orten aber noch Gesprächsbedarf!

Josef Scheinast - Wohnbausprecher LAbg. Scheinast: „Die Maßnahmen dürfen das aktuelle geltende ROG nicht aushebeln. An der Barrierefreiheit wird nicht gerüttelt!“

Die Salzburgerinnen und Salzburger sollen sich das Wohnen in den eigenen vier Wänden leisten können. Daher begrüßen die GRÜNEN die von Landesrat Schwaiger und Landesrätin Klambauer heute, Donnerstag, präsentierten Maßnahmen für leistbares Bauen und Wohnen im Wesentlichen. „Für uns muss sichergestellt sein, dass das Maßnahmenpaket den Zielen des aktuellen Raumordnungsgesetzes entsprechen muss. Es muss klar sein, dass die Ziele – Ortskerne schützen, Zersiedelung und Flächenversiegelung verhindern, in der Mobilität Alternativen zum Individualverkehr ermöglichen – nicht durch einzelne nun geplante Maßnahmen ausgehebelt werden“, hält der GRÜNE Wohnbausprecher LAbg. Josef Scheinast fest. Auch bei der Barrierefreiheit dürfe es „zu keinerlei Verschlechterungen kommen.“ 

Gesprächsbedarf bei „erleichterter Umwidmung“, Barrierefreiheit und Erweiterung von Supermärkten

Kritisch sehen die GRÜNEN vor allem die "erleichterte Umwidmung" von Grünland in Bauland, eventuelle Abstriche bei der Barrierefreiheit sowie Erweiterungsmöglichkeiten für Supermärkte im Falle von Wohnbebauung. „In diesen Punkten gibt es von grüner Seite noch Gesprächsbedarf“, so Scheinast. 

Schon jetzt – ganz ohne ‚vereinfachte Widmung‘ – schreitet die Versiegelung mit allen damit verbundenen dramatischen Folgen unaufhaltsam voran. „Vor diesem Hintergrund können wir einer einfacheren Umwidmung von Grün- in Bauland nicht zustimmen“, sagt Scheinast. 

Was die Überbauung von Supermärkten mit Wohnungen betrifft, führt Scheinast aus: „Diese Maßnahme fordern wir seit Langem und unterstützen wir selbstverständlich auch weiterhin. Ob sie aber zwingend mit dem ‚Zuckerl‘ einer Erweiterung verknüpft sein muss, sehen wir sehr kritisch. Das müssen wir uns im Detail noch ansehen“, kündigt der GRÜNE Wohnbausprecher an. 

Was die Barrierefreiheit angeht, merkt Scheinast an, dass es nicht ausreiche, barrierefrei nachrüstbar zu bauen. „Wenn die Barrierefreiheit bereits bei der Planung mitbedacht wird, verursacht sie kaum Mehrkosten. Adaptierungen bestehender Gebäude kosten erfahrungsgemäß wesentlich mehr“, so der GRÜNE Abgeordnete, der ergänzt: „Von einem hindernisfreien Umfeld profitieren alle Menschen.“