DIE TAUERNGASLEITUNG

Quer durch unser Bundesland Salzburg soll sich in Zukunft eine gigantische Transit-Gasleitung ziehen - die Tauerngasleitung. In 90 Zentimeter dicken Rohren wird darin um ein Drittel mehr Gas transportiert, als ganz Österreich derzeit verbraucht. Gas für Europa, das die CO2-Bilanz unserer Erde entsprechend negativ beeinflussen wird. Und das in Zeiten wie diesen, wo der Umstieg von fossilen Energien auf Erneuerbare Energien absolutes Gebot der Stunde ist und nicht eine Sekunde länger aufgeschoben werden darf.

Gegen das öffentliche Interesse

"Der geplante Bau einer Transit-Gasleitung quer durch Salzburg widerspricht klar dem öffentlichen Interesse, denn für die Öffentlichkeit ist der Kampf gegen den Klimawandel und die Unabhängigkeit Salzburgs von teurem Öl und Gas wichtig, aber sicher nicht der Bau einer Riesen-Gasleitung, die unsere wirtschaftliche Abhängigkeit und den CO2-Ausstoß noch vergrößert!", betont Labg. Heidi Reiter, die Umweltsprecherin der Salzburger GRÜNEN. Gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Krise gelte es, jetzt die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen: "Wir brauchen eine Stärkung der regionalen Wirtschaft und nicht eine noch stärkere Abhängigkeit von globalen Strukturen und teuren Energierohstoffen."

Energieintensiver Gastransport

Doch nicht nur das Gas an sich ist klimarelevant. Der Transport des Gases ist sehr energieintensiv, eine Verdichterstation wie in Flachau geplant verbraucht die Energie eines ganzen Salzach-Kraftwerkes! Sowohl der Bau wie auch der Betrieb werden sich unmittelbar auf die Salzburger CO2-Bilanz auswirken.

Wunden in der Landschaft

Die riesige acht Meter breite Trasse für die Leitung hinterlässt Wunden in unserer Landschaft, die nicht mehr zu schließen sind. Aufforstungen sind verboten, da die Trasse zur Kontrolle monatlich befahren werden muss.

Explosionsgefahr

Hochdruckgasleitungen wie die Tauerngasleitung stellen eine Gefahr ungeahnten Ausmaßes dar. Bei Beschädigung bzw. Undichtigkeit an einer Schweißnaht reagiert das ausströmende Gas sofort mit Luftsauerstoff. Eine gewaltige Explosion ist die Folge mit katastrophalen Auswirkungen.

GASLEITUNGSEXPLOSIONEN IN DEUTSCHLAND

In Deutschland gab es 2007 zwei Explosionen an - neuen - Gasleitungen. Mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern sind diese Leitungen kleiner als die geplante Gasautobahn in Österreich. Groß waren allerdings die Explosion und der folgende Brand in Weinbach-Grävenegg: Verwüstung und 100 Meter hohe Flammen im Umkreis von 250 Meter. Sogar weiter entfernt liegende Bahngleise wurden durch den starken Druck und die Hitze verbogen. Auf die Dimensionen der Tauerngasleitung umgerechnet, ist die Katastrophe kaum vorstellbar!


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Salzburgs GRÜNE gegen die Tauerngasleitung in salzburg24.at