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    Barrierefreiheit

Hilfe bei Gewalt an Frauen

Gewalt hat viele Gesichter – aber immer eine Antwort: Hilfe holen, Hilfe bieten

In Österreich ist jede fünfte Frau ab 15 Jahren von häuslicher Gewalt betroffen. Gewalt passiert mitten in unserer Gesellschaft – in Partnerschaften, Familien, im öffentlichen Raum. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene rasch, sicher und unkompliziert Hilfe bekommen. In den vergangenen Jahren sind mehrere Initiativen entstanden, die auf Diskretion und schnelle Unterstützung setzen – darunter das Handzeichen bei Gewalt, oder „Ist Luisa hier?“. Diese Angebote sind wichtige Bausteine im Opferschutz – und jede:r von uns kann dazu beitragen, dass sie bekannter werden.

Das Handzeichen bei Gewalt

Viele Betroffene haben kaum Möglichkeiten, direkt um Hilfe zu bitten. Ein einfaches Handzeichen kann in solchen Situationen Leben retten:

  1. Hand senkrecht heben, sodass die Handfläche sichtbar ist.
  2. Daumen in die Handinnenfläche einknicken.
  3. Finger langsam über den Daumen legen – die Hand schließt sich zur Faust.

Dieses Zeichen signalisiert: Ich brauche Hilfe – aber ich kann nicht offen darüber sprechen.

Wenn du das Handzeichen siehst:

  • Bleib ruhig und handle überlegt.
  • Versuch, diskret Kontakt aufzunehmen, etwa mit Fragen wie:
    • „Soll ich den Notruf für dich rufen?“
    • „Wie kann ich dir helfen?“
  • Ist das nicht möglich, sofort den Notruf (133) wählen.

„Ist Luisa hier?“ – Hilfe beim Ausgehen

Auch in der Club- und Barszene ist sexuelle Belästigung Realität: ungewollte Berührungen, verbale Übergriffe, der Einsatz von K.O.-Tropfen.

 

Die Kampagne „Ist Luisa hier?“ bietet Frauen und Mädchen schnelle, unauffällige Hilfe.
Wenn jemand in einer Bar, einem Club oder Lokal das Personal fragt:

„Ist Luisa hier?“ weiß das geschulte Team, dass Unterstützung nötig ist – und reagiert sofort: etwa durch das Rufen eines Taxis, das Kontaktieren einer vertrauten Person oder im Notfall die Polizei.

 

Gastronomiebetriebe können sich einfach anschließen.
Informationen und Materialien sind kostenlos erhältlich – sprecht euer Lieblingslokal darauf an, ob es schon mitmacht!

 

Was du tun kannst

 

  • Sprich offen über Gewalt – Aufklärung rettet Leben.
  • Teile Informationen über das Handzeichen und „Ist Luisa hier?“ in deinem Umfeld.
  • Unterstütze Initiativen, die Frauenhäuser und Opferschutz stärken.
  • Reagiere, wenn du Gewalt beobachtest – aber bring dich nicht selbst in Gefahr.
  • Und: Hör hin, glaub Betroffenen, frag nach.

 

Nur wenn viele Menschen Bescheid wissen, kann Hilfe rechtzeitig kommen.

 

 

Schutzeinrichtungen und Hilfe in Salzburg

 

Schutzunterkünfte & Wohnangebote: 

 

VIELE gGmbH – Schutzunterkünfte Salzburg
Schutzwohnungen / -unterkünfte und umfassende Betreuung (Krisenintervention, Rechtsberatung etc.)
32 Plätze im Bundesland (19 in der Stadt, 13 im Flachgau, Tennengau etc.)
Web: www.viele.at
Hotline: 0800 44 99 21

 

SafeHome der Caritas Salzburg

Wohnungen für Frauen (auch mit Kindern), Aufenthalte bis zu 3 Jahren
Standorte: Salzburg & Hallein
Tel: 05 1760-4085
E-Mail: [email protected]
Web: www.caritas-salzburg.at

 

Frauenhaus Pinzgau (Saalfelden)
Schutzhaus für Frauen und Kinder aus Pinzgau und angrenzenden Regionen
Frauen-Notruf (24/7): +43 664 500 68 68
Web: www.frauenhaus-pinzgau.at

 

Beratungs- & Unterstützungsangebote

 

Gewaltschutzzentrum Salzburg
Paris-Lodron-Straße 3a, 5020 Salzburg
Tel: 0662 870 100
Web: www.gewaltschutzzentrum.at

 

Frauennotruf Salzburg
Wolf-Dietrich-Straße 14, 5020 Salzburg
Tel: 0662 88 11 00
E-Mail: [email protected]
Web: www.frauennotruf-salzburg.at

 

Frauenhilfe Salzburg
Leitmeritzstraße 6, 5020 Salzburg
Tel: 0662 84 09 00
Web: www.frauenhilfe-salzburg.at

 

Frauentreffpunkt Salzburg
Psychosoziale, psychologische & juristische Beratung
Web: www.frauentreffpunkt.at

 

Rechtsberatung des Referates Frauen & Diversität
Kostenlose Rechtsberatung für Frauen
Web: www.salzburg.gv.at

 

Wichtige Telefonnummern

 

  • Polizei (bei akuter Gefahr): 133
  • Frauenhelpline Österreich (24/7, anonym): 0800 222 555
  • Schutzunterkünfte Salzburg (VIELE): 0800 44 99 21
  • Gewaltschutzzentrum Salzburg: 0662 870 100
  • Opfernotruf (Weißer Ring): 0800 112 11

 

Weiterführende Informationen

  • 8 Stufen zum Femizid

    Hier der Download zum 8 Stufen-Plan, nach Jane Mockton-Smith, wie es typischerweise zu einem Femizid kommt

Unser Ziel

Wir Grünen Frauen Salzburg setzen uns dafür ein, die Möglichkeiten für effektiven Opferschutz und Gewaltschutz massiv auszubauen – in Stadt und Land Salzburg.
Nur wenn alle Bescheid wissen, können Betroffene rechtzeitig Hilfe finden.
Gemeinsam können wir Gewalt sichtbar machen, Tabus brechen und Schutz stärken.