70 Eichen gefällt: GRÜNE fordern besseren Baumschutz
Mehr als 70 alte Eichen entlang der Lokalbahnstrecke zwischen Anthering und Weitwörth wurden gefällt. Die Bäume waren bis zu 25 Meter hoch und rund 60 Jahre alt. Für die Salzburger GRÜNEN ist dieser Kahlschlag nicht nachvollziehbar. Während die Salzburg Linien Sicherheitsbedenken als Grund vorschieben, zeichnet ein Gutachten, das die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold über eine IFG-Anfrage erhalten hat, jedoch ein anderes Bild: Demnach stellten die von den Salzburg Linien beauftragten Gutachter:innen bereits im Frühjahr 2026 fest, dass nur bei einem einzigen Baum eine Fällung notwendig gewesen wäre, bei drei weiteren Bäumen wurde die Fällung empfohlen. „Sicherheit entlang einer Bahnstrecke ist wichtig. Wenn aber ein Gutachten bei nur vier Bäumen eine Fällung empfiehlt, dann ist ein kompletter Kahlschlag nicht nachvollziehbar. In Zeiten von Hitze und Klimakrise zählt jeder einzelne Baum“, kritisiert Berthold. Sie verweist darauf, dass alte Bäume für das lokale Klima, für Schatten, Kühlung und Artenvielfalt besonders wertvoll sind. „Eine 60 Jahre alte Eiche ersetzt man nicht mit einem jungen Baum aus der Baumschule. Ersatzpflanzungen sind wichtig, aber sie können den Verlust alter Bäume nie ausgleichen.“
Für die GRÜNEN zeigt der Fall einmal mehr, dass Salzburg einen sensibleren Umgang mit alten Baumbeständen braucht. „Wir erleben Hitzesommer, Trockenheit und überhitzte Orte. Gleichzeitig werden alte Bäume oft gefällt, ohne mit der Wimper zu zucken. So geht sich ein lebenswertes Salzburg nicht aus“, betont Berthold.