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28.10.2026 Presseaussendung

Ambitionsloses Energiebudget: Kritik bestätigt

"Raus aus der fossilen Kostenfalle statt weiter mit teurem Öl und Gas bezahlen"
Martina Berthold

„Bei unseren Haustürgesprächen hören wir derzeit vor allem eines: Die Menschen machen sich Sorgen über die steigenden Kosten. Gerade beim Heizen sollte die Landesregierung diese Sorgen doch ernst nehmen und den Ausstieg aus teurem Öl und Gas erleichtern. Doch Schwarz-Blau lässt diese Chance erneut liegen“, kritisiert die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold. Die kürzlich präsentierten Zahlen aus dem Energieressort bestätigen für Berthold die Kritik der GRÜNEN am Doppelbudget 2027 und 2028: Beim Heizkesseltausch werden die Fördermittel lediglich auf dem niedrigem, in den letzten Jahren massiv gekürzten Niveau von 4 Millionen Euro fortgeschrieben. Von einer spürbaren Ausweitung der Förderung ist keine Rede. Angesichts der massiven Kostensteigerungen beim Heizöl bedeutet das eine Belastung für die Familien. Dabei trifft Energiearmut in Salzburg bereits jetzt rund 20.000 Haushalte. „Öl und Gas sind eine Kostenfalle. Gerade jetzt, wo die Heizkosten viele Familien belasten, müsste die Landesregierung den Umstieg auf erneuerbare Heizungen kräftig unterstützen. Stattdessen schreibt Schwarz-Blau die bisherigen Förderungen fort. Wer heute seine alte Öl- oder Gasheizung ersetzen will, muss tief ins Geldbörserl greifen. Das können sich viele Menschen schlicht nicht leisten“, so Berthold und verweist darauf, dass die letzten verfügbaren Zahlen aus 2024 zeigen, dass noch in rund 60.000 Haushalten mit Öl und Gas geheizt wird.

Zukunftsinvestitionen statt fossiler Kostenfalle

Angesichts der massiven Dürreschäden erhöht das Land die Unterstützung für die Landwirtschaft. Für Berthold ist diese Hilfe wichtig und richtig. Doch dieselbe Ernsthaftigkeit braucht es bei der Vermeidung künftiger Klimaschäden: „Es ist richtig, unseren Bäuerinnen und Bauern nach den massiven Dürreschäden zu helfen. Aber es ist kurzsichtig, Millionen für die Bewältigung der Klimaschäden bereitzustellen und gleichzeitig bei der Bekämpfung der Ursachen auf der Bremse zu stehen“, kritisiert Berthold und fordert einen konsequente Ausstieg aus fossiler Energie, der sich auch wirtschaftlich lohnen würde. Denn allein 2022 flossen knapp 800 Millionen Euro für fossile Energieträger aus Salzburg ab, 2024 waren es immer noch rund 473 Millionen Euro. „Dieses Geld wäre in Salzburg besser investiert, in erneuerbare Heizungen, regionale Handwerksbetriebe und niedrigere Energiekosten. Doch Schwarz-Blau lässt die Chance liegen, Salzburg unabhängiger und das Leben der Menschen langfristig leistbarer zu machen“, so Berthold abschließend.