Neue Chance für leistbaren Wohnraum
Nach dem Aus für das Innovationsprojekt „Pioniergarage“ in der ehemaligen Josef-Rehrl-Schule in der Lehener Straße 1 fordert die Klubobfrau der GRÜNEN Martina Berthold eine klare Neuausrichtung: Das landeseigene Liegenschaft soll rasch für leistbaren, geförderten Wohnraum genutzt werden.
„Dass ein Innovationsprojekt gestrichen wird, ist das eine. Dass danach jahrelanger Leerstand droht, wäre politisches Versagen“, betont Berthold. „Gerade in einer Stadt mit extrem hohen Mieten ist es unverantwortlich, wenn landeseigene Gebäude nicht konsequent für Wohnen geprüft und genutzt werden.“
Bereits 2024 brachte Berthold eine Landtagsanfrage zu dieser Landesliegenschaft ein. Die damalige Antwort zeigte, dass die Nutzung für leistbare Wohnungen nicht ernsthaft geprüft worden ist. Ein Bausachverständigen-Gutachten wurde nicht eingeholt. „Angesichts der angespannten Wohnsituation braucht es hier eine Landesregierung, die anpackt“, so Berthold und fordert eine rasche Adaptierung der ehemaligen Schule fürs Wohnen.
Salzburg zählt seit Jahren zu den teuersten Wohnmärkten Österreichs. Besonders junge Menschen, Alleinerziehende und Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich finden kaum noch leistbaren Wohnungen. „Gerade für Mitarbeiter:innen der SALK oder für junge Menschen mit niedrigen Einkommen braucht es zentrale, leistbare Mietwohnungen und genau hier liegt eine große Chance“, sagt Berthold. Die Grüne Klubobfrau fordert daher von der Landesregierung einen verbindlichen Zeitplan: „Wir brauchen jetzt ein klares Wohnbaukonzept für die Lehener Straße 1. Mit geförderten Mietwohnungen, transparenten Kosten und einem raschen Umsetzungsfahrplan.“
Abschließend erinnert Berthold ÖVP und FPÖ an ihr eigenes Regierungsübereinkommen: „Die Landesregierung hat sich selbst zum Ziel gesetzt, alle Landesliegenschaften prioritär für leistbares und gefördertes Wohnen zur Verfügung zu stellen. Nun kann sie zeigen, ob sie es ernst nimmt mit dem Einsatz gegen die Wohnungsnot der Menschen in Salzburg. Denn leistbares Wohnen ist ein Grundbedürfnis.“
Für Rückfragen:
Simon Pötschko
Landesgeschäftsführer
+43-650-2203539