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09.10.2026 Breaking News

Bessere Versorgung von ME/CFS-Betroffenen geplant

"Wir geben Betroffenen und ihren Angehörigen wieder Hoffnung."
Kimbie Humer-Vogl

Der Landtag hat diese Woche einstimmig einen Antrag der GRÜNEN zum Aufbau einer eigenen Pflege Struktur für Menschen mit ME/CFS beschlossen. „Aktuell wird die Pflege von ME/CFS Betroffenen fast ausschließlich durch ihre Angehörigen übernommen. Sie stoßen dabei immer wieder an ihre Belastungsgrenzen. Künftig sollen die Familien durch mobile Pflegeteams entlastet und unterstützt werden. Und zwar sowohl im häuslichen Umfeld als auch in Einrichtungen des Gesundheitssystems“, fasst die GRÜNE Gesundheitssprecherin Kimbie Humer-Vogl den Landtagsbeschluss zusammen.

Konkrete Maßnahmen geplant

Eine Voraussetzung dafür ist, dass Pflegekräfte speziell für die Herausforderungen von ME/CFS geschult werden. Denn Pflege bei dieser Erkrankung folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten. So muss die Pflege aufgrund der Reizempfindlichkeit der Patient:innen oft mit wenigen Worten, im Dunkeln und mit wenig Berührung passieren. Es kann auch sein, dass Pflegepersonen gar nicht direkt an den Patient:innen arbeiten, sondern ihre Expertise an die Angehörigen weitergeben, indem sie die pflegenden Angehörigen mit fachlicher Expertise anleiten und beraten. Geprüft werden soll außerdem, wie spezielle Pflegestrukturen für Menschen mit ME/CFS in Krankenhäusern und Pflegeheimen etabliert werden können. Bisher meiden die Erkrankten diese Einrichtungen, weil die Reizüberflutung in Institutionen oft zu einer Krankheitsverschlechterung führt.

Gemeinsam Hoffnung geben

Erfreut ist Humer-Vogl besonders über den einhelligen Zusammenhalt über die Parteigrenzen hinweg: „ME/CFS-Betroffene in diesem Land können sich auf den Salzburger Landtag verlassen. Wenn es um Verbesserungen für ME/CFS-Betroffene geht, ziehen seit Jahren alle Parteien an einem Strang“, freut sich Humer-Vogl. „Nach einer Vorreiterrolle bei der medizinischen Behandlung gehen wir jetzt auch die Pflege von ME/CFS-Betroffenen an. Damit bleibt Salzburg an der Spitze bei der Versorgung von Menschen mit ME/CFS“, betont Humer-Vogl und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen. „Betroffene und Angehörige haben viel zu lange um Sichtbarkeit, Versorgung und Unterstützung kämpfen müssen. Dieser einstimmige Beschluss ist das klare Signal: Wir sehen euch und versuchen unser Bestmögliches, euch wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen“, so Humer-Vogl abschließend.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

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