Soll sich das Six-Senses Fiasko in Abtenau wiederholen?
Aktuell überschlagen sich die Negativ-Schlagzeilen zu den Hotelgroßprojekten am Pass Thurn und in Abtenau. „Das Projekt am Pass Thurn gerät immer mehr ins Wanken. Roundshield ist als Investor ausgestiegen, der Betreibervertrag mit Six Senses ist ausgelaufen und der Geschäftsführer der Projektgesellschaft hat hingeschmissen. Eine Umsetzung innerhalb der behördlich aufgetragenen Fertigstellungsfrist wird immer unwahrscheinlicher. Damit droht kommendes Jahr ein Abrissbescheid“, warnt der GRÜNE Tourismussprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer. Er begrüßt, dass Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll nun auch den Abriss der für das Hotelprojekt errichteten Straßengalerie in den Raum stellt und dafür eine Bankgarantie der Projektgesellschaft ziehen will. „Am Pass Thurn wurde rücksichtslos auf Kosten der Natur spekuliert und die Landschaft verschandelt. Die Landespolitik muss nun in aller Deutlichkeit klarstellen, dass ein Abriss nicht nur eine theoretische Option ist, sondern durchgezogen wird. Man darf sich hier von den zerstrittenen Projektgesellschaftern nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen.“
Lernt man in Abtenau aus Fehlern vom Pass Thurn?
Nach der heute bekannt gewordenen Insolvenz der Abtenauer Karkogel-Bahn sieht Heilig-Hofbauer die Alarmglocken für das geplante Hotelgroßprojekt schrillen. „Soll sich das Six-Senses Fiasko in Abtenau wiederholen?„, fragt der Grün-Abgeordnete. „Überdimensionierte Großprojekte, die finanziell auf wackeligen Beinen stehen, sollten Warnung und nicht Vorbild sein„, so Heilig-Hofbauer. „Es war schon bisher fraglich, wie dort ein Betrieb mit 332 Betten ganzjährig ausgelastet werden soll. Mit der Lift-Insolvenz dürfte das noch schwieriger werden. Die Pleite der Karkogelbahn wurde zudem auch mit anhaltendem Wassermangel begründet. Für das Heilthermenhotel soll zusätzlich eine Quelle angezapft werden. Ob das langfristig gut gehen kann ist ebenfalls fraglich“, so Heilig-Hofbauer. Sein abschließender Appell: „Man sollte schöne Renderings und große Versprechen von findigen Investoren kritisch hinterfragen, anstatt sie leichtgläubig zu unterstützen. Salzburg braucht eine Tourismusentwicklung ohne Naturzerstörung, die auf langfristige Wertschöpfung in der Region abzielt und auch von der heimischen Bevölkerung akzeptiert wird!“
Rückfragen:
LAbg. Simon HEILIG-HOFBAUER, BA MBA
Stv. Klubobmann
Die Grünen Salzburg
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