LEP-Änderung ist Freifahrtschein für Bodenversiegelung!
Wie der aktuelle WWF-Bodenreport 2026 zeigt, schneidet Salzburg wegen umfangreicher Raumordnungsziele mit einer Note von 3,1 besser als alle anderen Bundesländer ab. „Noch“, wie der GRÜNE Raumordnungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer betont. „Auch für Salzburg zeigt der WWF umfangreichen Handlungsbedarf auf. Doch die Schwarz-Blaue Landesregierung legt beim Bodenschutz den Rückwärtsgang ein und demontiert Schritt für Schritt die strengen Raumordnungsregeln, die unter grüner Regierungsbeteiligung verankert wurden“, so Heilig-Hofbauer.
Nichts gelernt: Griff ins Grünland wird wieder erleichtert
Er verweist dabei auf die geplanten Änderungen im Landesentwicklungsprogramm (LEP), für die morgen die Begutachtungsfrist endet. „Der Griff ins Grünland soll für Betriebsbauten wieder erleichtert werden. Das ist ein Freifahrtschein für weitere Bodenversiegelung. ÖVP und FPÖ haben aus Hitzesommer, Rekord-Dürre und Starkregen nichts gelernt und wollen weiter munter die Landschaft zubetonieren. Diese zukunftsvergessene Politik wird uns noch teuer zu stehen kommen“, so der GRÜN-Abgeordnete. Er betont: „Wenn wir in den letzten Wochen eines gesehen haben, dann, dass Wirtschaft nur in einer intakten Umwelt funktioniert. Naturzerstörung weiter voranzutreiben ist daher in Wirklichkeit ein Wirtschafts-Schädigungs-Programm.“
Begutachtungs-Chaos
Kritik kommt von den GRÜNEN auch an den unterschiedlichen Begutachtungsentwürfen. „Die bereits im Februar in Begutachtung geschickte Änderung des LEP wurde bis heute nicht beschlossen und verordnet. Jetzt folgt der nächste Änderungsvorschlag, bei dem nicht klar ist, ob das die Änderung der Änderung oder doch die Änderung der Stammfassung sein soll. Diese Vorgehensweise ist chaotisch. Richtig wäre, beide Änderungsvorschläge in die Rundablage zu verfrachten“, so Heilig-Hofbauer abschließend.