GRÜNE WIRTSCHAFT kritisiert Argumentation der WK zum REK
Schwarz-Weiß-Debatten helfen keinem Betrieb!
Die GRÜNE WIRTSCHAFT Salzburg übt deutliche Kritik an der jüngsten Positionierung der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS) zum Räumlichen Entwicklungskonzept (REK 2026). Die Darstellung eines grundsätzlichen Gegensatzes zwischen Wohnen und Wirtschaft greift zu kurz und wird der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung in der Stadt nicht gerecht.
„Wir erleben derzeit eine Debatte, die stark vereinfacht wird“, erklärt Horst Köpfelsberger, Regionalsprecher der GRÜNEN WIRTSCHAFT Salzburg. „Das REK pauschal als wirtschaftsunfreundlich zu bezeichnen, wird den Fakten nicht gerecht und verunsichert Betriebe unnötig.“
Wirtschaft findet längst auch im Mischgebiet statt
Bereits heute befindet sich ein hoher Anteil der Arbeitsplätze in Wohn- oder Mischgebieten. Dynamische Branchen wie unternehmensnahe Dienstleistungen, Handel oder persönliche Dienstleistungen entwickeln sich vor allem in integrierten Standorten und nicht ausschließlich in klassischen Gewerbegebieten. Ein-Personen-Unternehmen stellen rund 61 Prozent der aktiven Wirtschaftskammermitglieder. Sie benötigen keine großflächigen Gewerbeparks, sondern funktionierende, integrierte Stadtstrukturen. „Die Wirtschaftskammer vertritt nicht nur Großbetriebe, sondern auch EPU, Kreativschaffende und Dienstleistungsbetriebe. Ihre Perspektive muss genauso Teil der Diskussion sein“, so Köpfelsberger.
„Die Aufgabe der Wirtschaftskammer ist es, die betriebliche Entwicklung in Richtung einer besseren Zukunft für alle zu unterstützen“, so Köpfelsberger weiter. „Wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Wirtschaften, gute Arbeitsplätze, sanfte Mobilität und eine hohe Lebensqualität in der Stadt Salzburg nur gemeinsam gedacht und gestaltet werden können.“
Vor diesem Hintergrund fordert die GRÜNE WIRTSCHAFT Salzburg einen offenen, transparenten und inklusiven Dialog innerhalb der Wirtschaftskammer, der alle Perspektiven berücksichtigt. Dafür wäre eine Diskussion über Fraktionsgrenzen hinweg dringend nötig.
„Ein konstruktiver Diskurs innerhalb der Wirtschaftskammer ist notwendig, um praxisnahe und zugleich zukunftsfähige Antworten zu entwickeln“, so Köpfelsberger abschließend. „Gemeinsam können wir Rahmenbedingungen schaffen, die Salzburg als Wirtschafts- und Lebensraum stärken und die verbinden statt trennen.“
Rückfragen richten Sie bitte an:
Horst Köpfelsberger · Regionalsprecher Salzburg
[email protected] · +43 676 313 46 05
Melanie Außermayr · Leitung Regionalbüro Salzburg
[email protected] · +43 664 831 7505