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20.03.2026 Presseaussendung

GRÜNE zu Pflegeplattform-Ergebnissen

"Kleine Schritte, aber keine Antwort auf die großen Fragen."
Kimbie Humer-Vogl

Neben der Kehrtwende beim Pflegebonus hat die Landesregierung auch weitere Ergebnisse der Pflegeplattform präsentiert. „Es gibt zwar einzelne sinnvolle Verbesserungen, etwa bei der Vernetzung und an den Schnittstellen im Pflegesystem. Die große Frage aber bleibt unbeantwortet: Wie soll die Pflege in Salzburg langfristig und nachhaltig abgesichert werden?“, stellt die GRÜNE Pflegesprecherin Humer-Vogl klar.

Die vorgestellten Maßnahmen reichen von Digitalisierung und Telemedizin bis zu Expert:innenpools und weiteren Ausbildungsinitiativen. Ihre Finanzierung muss aber erst noch geprüft werden. Eine Lösung, woher bis 2035 die zusätzlich benötigten 1.500 Pflegepersonen kommen sollen, gab es nicht. „Es ist gut, dass in der Pflegeplattform intensiv gearbeitet wurde und unterschiedliche Bereiche eingebunden waren. Aber viele Vorschläge wirken wie ein Mehr vom Bisherigen. Eine echte Vision für die Zukunft der Pflege ist nicht erkennbar“, kritisiert die GRÜNE Pflegesprecherin Kimbie Humer-Vogl und stellt klar: „Ob diese Plattform am Ende ein Erfolg wird, entscheidet nicht die Präsentation, sondern die Finanzierung. Wer die Pflege wirklich absichern will, muss auch bereit sein, dafür Geld in die Hand zu nehmen.

Positiv sei aber, dass die Plattform unterschiedliche Berufsfelder zusammengebracht habe und die Zusammenarbeit an den Schnittstellen verbessert werden solle. Gleichzeitig wirft auch die Zusammensetzung der Plattform Fragen auf: „Wenn sieben von neun Arbeitsgruppen von Männern geleitet werden, obwohl die Pflege überwiegend von Frauen getragen wird, dann muss man schon fragen, wie repräsentativ dieser Prozess wirklich war.

Für Rückfragen:
Moritz Engel
Pressesprecher
+43-680-1551562