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03.10.2026 Presseaussendung

GRÜNE zur Rudolfshütte: Tebulosmta oder Nebulosa?

gebündelte 500€ Geldscheine mit Banderole
"Land und Gemeinde müssen für Transparenz sorgen. Unser heimischer Tourismus darf nicht zum Spielball undurchsichtiger Geschäfte werden."
Martina Berthold

2024 drohte der bisherige Eigentümer Holleis öffentlich mit der Schließung der Rudolfshütte und der Weißsee-Gletscherwelt. Die Gemeinde Uttendorf und das Land gaben dem Druck nach. Ein Jahr später genehmigte das Land die lange umstrittene Erweiterung des Berghotels von 352 auf 576 Betten. Jetzt wurde die Rudolfshütte still und heimlich verkauft – an die bislang unbekannte Tebulosmta GmbH, benannt nach dem höchsten Berg Tschetscheniens. Die Gesellschaft mit Sitz in Wien besteht seit Anfang Juli und hat laut Medienberichten beste Verbindungen in den russischsprachigen Raum. „Zuerst lässt sich die schwarz-blaue Landesregierung mit der drohenden Schließung unter Druck setzen und genehmigt eine höchst umstrittene Hotelerweiterung. Und kaum ist diese durch, wird die Rudolfshütte an eine nebulöse Gesellschaft verkauft. Land und Gemeinde dürfen sich hier nicht länger an der Nase herumführen lassen“, kritisiert die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold.

Nebulös statt transparent

Wer hinter der neuen Gesellschaft steht, welche wirtschaftlichen Interessen verfolgt werden und wie die Zukunft von Hotel und Seilbahn aussehen soll, bleibt im Dunkeln. Der bisherige Eigentümer hüllt sich in Schweigen und auch der Uttendorfer Bürgermeister bleibt wortkarg. „Tebulosmta oder Nebulosa? Bei diesem Verkauf liegt jedenfalls vieles im Nebel. Was bedeutet der Geheimverkauf für den Tourismus vor Ort? Hat der Verkäufer aus der Genehmigung für die Hotelerweiterung und anderen öffentlichen Förderungen Profit geschlagen? Die Menschen in Uttendorf und der gesamten Region haben ein Recht auf Antworten“, so Berthold.

Die Zukunft der Region braucht Verlässlichkeit

Während die umstrittene Hotelerweiterung bereits genehmigt wurde, sind wesentliche Fragen zum künftigen Betrieb und zur Seilbahn offen. „Es kann nicht sein, dass mit der drohenden Schließung politischer Druck aufgebaut wird, umstrittene Ausbaupläne genehmigt werden und am Ende niemand weiß, wer die touristischen Einrichtungen künftig betreibt“, betont Berthold.

GRÜNE fordern Aufklärung ein

Die Salzburger GRÜNEN kündigen Anfragen an und fordern auch von der Gemeinde Aufklärung. „Wir wollen wissen, welche Informationen die Landesregierung über die neuen Eigentümer hat, welche Zusagen es für den Weiterbetrieb gibt und ob öffentliche Mittel betroffen sind. Unser regionaler Tourismus ist zu wichtig, als sie nebulösen Geschäftsleuten zu überlassen“, so Berthold abschließend.