Skip to main content
    Barrierefreiheit
24.09.2026 Presseaussendung

Salzburg lässt erneut 4,5 Millionen Euro Bundesgeld liegen

viele bunte Holz-Bauklötze liegen durcheinander auf dem Boden
"Land und Gemeinden brauchen gemeinsam einen Plan, wie diese Millionen endlich bei den Familien ankommen."
Simon Heilig-Hofbauer

Viele Eltern kennen den täglichen Stress: Der Arbeitstag ist noch nicht vorbei, aber der Kindergarten sperrt schon zu. Und im Sommer wird der Spagat zwischen Job und Familie noch schwieriger. Da ist es besonders bitter, wenn die schwarz-blaue Landesregierung das Bundesgeld für die Salzburger Familien einfach liegen lässt“, kritisiert der GRÜNE Sprecher für Elementarbildung, LAbg. Simon Heilig-Hofbauer, und verweist auf aktuelle Zahlen aus einer GRÜNEN Nationalratsanfrage: Rund 4,5 Millionen Euro bzw. 39,5 Prozent der verfügbaren Bundesmittel für den Ausbau und die Sprachförderung hat Salzburg im Kindergartenjahr 2024/25 nicht abgeholt. Damit ist der Ausschöpfungsgrad sogar von 63,6 Prozent im Vorjahr auf nur noch 60,5 Prozent gesunken. Für eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels wurde auch im Betreuungsjahr 2024/25 kein einziger Euro an Bundeszuschüssen abgerufen. Für längere Öffnungszeiten waren es lediglich rund 5.600 Euro an Personalkostenzuschüssen sowie rund 8.300 Euro an Investitionskostenzuschüssen. „Null Euro für einen besseren Betreuungsschlüssel und nur Kleingeld für längere Öffnungszeiten, das ist angesichts der Realität vieler Familien viel zu wenig. Wer Wahlfreiheit ernst meint, darf Millionen nicht einfach liegen lassen. Die ressortzuständige Marlene Svazek glänzt hier einmal mehr durch Untätigkeit!“, so Heilig-Hofbauer

Kinderbetreuungsangebot nicht mit Vollzeitjobs vereinbar

Denn der Handlungsbedarf ist seit Langem bekannt. Laut Kindertagesheimstatistik 2024/25 besuchen in Salzburg nur 40 Prozent der 0- bis 2-Jährigen und 47,8 Prozent der 3- bis 5-Jährigen eine VIF-konforme Einrichtung, also eine Einrichtung, die hinsichtlich Öffnungstagen und -zeiten grundsätzlich mit Vollzeitarbeit vereinbar ist. Schon im Vorjahr zeigten die Daten, dass nur 61,2 Prozent der Einrichtungen mindestens 47 Wochen im Jahr geöffnet waren, das Land holte sich auch damals nur einen Bruchteil der Bundesmittel ab. Dass Gemeinden einen Teil der Förderungen kofinanzieren müssen, sei eine reale Herausforderung, so Heilig-Hofbauer, stellt aber klar: „Dann kann die Antwort nicht sein, Jahr für Jahr Millionen liegen zu lassen. Land und Gemeinden brauchen gemeinsam einen Plan, wie das Bundesgeld endlich bei den Salzburger Familien ankommt.“ Nachsatz: „Andere Bundesländer schaffen es auch, das Geld abzuholen.“ So lag der Ausschöpfungsgrad in Vorarlberg bei 100% in Niederösterreich bei 99,9%, in Wien bei 92,4% und in Oberösterreich immerhin bei 86,5%.