GRÜNE fordern mehr Tempo beim Klimaschutz
Die Klimakrise kostet Österreich schon heuer Milliarden. Und die Rechnung wird jedes Jahr höher. Eine aktuelle Studie des Wegener Centers der Universität Graz zeigt: Wer beim Klimaschutz kürzt, saniert nicht das Budget, sondern verschiebt die Kosten in die Zukunft und macht sie am Ende noch größer. „Die Ausrede, Klimaschutz sei zu teuer, fällt in sich zusammen. Teuer ist nicht der Klimaschutz. Teuer ist das Nichtstun“, kommentiert die GRÜNE Landessprecherin Martina Berthold die Studie.
Die Untersuchung rechnet vor, dass die entsprechenden jährlichen Kosten für Österreich bereits für 2030 mit gut 10 Milliarden Euro geschätzt werden. Für 2050 wurde ein Anstieg auf rund 20 Milliarden Euro jährlich prognostiziert. In die Berechnung fließen unter anderem Wertschöpfungsverluste durch fossile Energieimporte, klimaschädliche Förderungen, wetter- und klimabedingte Schäden sowie Kosten für die Anpassung an den Klimawandel ein. Für Berthold zeigt diese Studie klar: „Wer heute beim Klimaschutz kürzt, zahlt morgen doppelt und dreifach. Das ist Geld, das dann wieder bei der Pflege und der Kinderbetreuung fehlt. Was ÖVP und FPÖ uns als Sparpaket verkaufen, landet am Ende als Rechnung bei den Menschen in Salzburg.“
Dabei spürt Salzburg die Folgen der Klimakrise aktuell deutlich: Die Hitze belastet ältere Menschen, Kinder und Beschäftigte im Freien, während die Dürre Landwirtschaft und Wasserversorgung unter Druck setzt. Gleichzeitig gefährden Hochwasser und Muren Häuser, Betriebe und Infrastruktur. „Jeder Euro, den wir heute für erneuerbare Energien, für klimafitte Sanierungen und für die Mobilitätswende ausgeben, ist eine Zukunftsinvestition, die sich mehrfach auszahlt“, so Berthold. Sie fordert daher für Salzburg mehr Tempo beim Ausbau von erneuerbaren Energien und Speichern, eine Öffnung der Sanierungsförderung und bessere Öffis.