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30.09.2026 Presseaussendung

Landesregierung ignoriert schädigende Chemikalien

"Die Landesregierung muss das Problem TFA endlich ernst nehmen."
Martina Berthold

„Die aktuellen Zahlen zu TFA im Salzburger Grundwasser sind ein klares Warnsignal. TFA ist eine gesundheitsschädigende Ewigkeitschemikalie, die im Grundwasser nichts verloren hat. Wenn sich an der einzigen direkt vergleichbaren Salzburger Messstelle der Wert mehr als verdoppelt, kann die Landesregierung das nicht einfach ignorieren“, so die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold zu den aktuellen TFA-Messdaten von GLOBAL 2000. Diese zeigen schwarz auf weiß, dass auch in Salzburg Ewigkeitschemikalien im Grundwasser angekommen sind. Zwar zählt Salzburg bei den untersuchten Standorten im Bundesländervergleich zum unteren Mittelfeld. Trotzdem verdoppelte sich der TFA-Wert bei einer Messstelle in der Stadt Salzburg innerhalb von fünf Jahren von 0,32 auf 0,65 Mikrogramm pro Liter. Bei einer Messung im Jahr 2024 wurde in Wals-Siezenheim sogar ein Wert von 2,6 Mikrogramm pro Liter gemessen, klar über dem vom Landwirtschaftsministerium herangezogenen Grenzwert von 2,2 Mikrogramm pro Liter.

„Die einzige Antwort der Landesregierung auf diese erschreckenden Zahlen ist Beschwichtigung, statt für Aufklärung zu sorgen“, so Berthold. Denn ebenso problematisch sei die dünne Datenlage: 2024 wurden in Salzburg nur fünf Grundwasserstandorte untersucht – alle im Unteren Salzachtal: drei in Wals-Siezenheim und zwei in der Stadt Salzburg. Für andere Regionen Salzburgs gibt es damit kein aktuelles Bild. „Für große Teile unseres Bundeslandes tappen wir weiterhin im Dunkeln. Für ein lebenswertes Salzburg braucht es umfassendes Monitoring, transparente Veröffentlichung der Messdaten und den Ausstieg aus PFAS-haltigen Pestiziden. Wir müssen uns endlich von diesen giftigen Chemikalien befreien, um unsere Gesundheit und die unserer Kinder zu schützen“, fordert Berthold abschließend.