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09.01.2026 Presseaussendung

Pflege am Limit: GRÜNE fordern Maßnahmen für Prävention

"Gesundheitsvorsorge ins Zentrum rücken"
Kimbie Humer-Vogl

Die Zahlen der längst überfälligen Pflegebedarfsplanung des Landes sind erschütternd: Bis 2035 rechnet das Land mit über 16.500 Pflegebedürftigen – ein Plus von rund 45 Prozent gegenüber 2025 – und gleichzeitig mit mehr als 1.500 fehlenden Pflegekräften. Für die GRÜNE Pflegesprecherin Kimbie Humer-Vogl ist klar: „Diese Zahlen bestätigen, wovor wir seit Monaten warnen: In der Pflege brennt der Hut und wir müssen das Pflegesystem völlig neu denken.“

Humer-Vogl bezweifelt, dass die neu gegründete Pflegeplattform das Format hat, den drohenden Pflege-Kollaps nachhaltig abzuwenden und fordert, dass unter Einbezug internationaler Expert:innen neue Lösungen gesucht werden. Dabei müsse die Prävention im Zentrum stehen. „Wer Menschen länger gesund hält, entlastet Pflege, Angehörige und Budgets. Das heißt, auf Prävention zu setzen, statt Projekte wie die Community Nurses abzudrehen.“ Es brauche auch Investitionen in die Gesundheitsvorsorge, um das Angebot auszubauen und einen niederschwelligen Zugang zu gewährleisten. „Statt sich in Sonntagsreden zu verlieren, muss die Landesregierung jetzt klare Präventionsmaßnahmen setzen. Die Paracelsus-Studie 10.000 liefert eine hervorragende Grundlage dafür, in welche Präventionsbereiche investiert werden muss. Das Ziel sollte sein, die pflegebedürftigen Jahre zu reduzieren. Das spart nicht nur Kosten und personelle Ressourcen, sondern erhöht auch die Lebensqualität der Salzburger:innen“, so Humer-Vogl.

Gleichzeitig müsse die Landesregierung eine Kehrtwende ihrer bisherigen Pflegepolitik einleiten. „Anstatt bei Pflegepersonen zu sparen, müssen wir alles dafür tun, um Menschen für diesen Beruf zu begeistern und sie im Beruf zu halten. Dazu gehört auch die Weiterführung des Pflegebonus„, so Humer-Vogl abschließend.

Für Rückfragen:
Moritz Engel
Pressesprecher
+43-680-1551562