Schwarz-Blau lehnt Bodenschutz-Maßnahmen ab
Eine Milliarde Euro Dürreschäden haben die österreichische Landwirtschaft diesen Sommer hart getroffen. Allein in Salzburg werden die Schäden auf rund 48 Millionen Euro geschätzt. Verdorrte Wiesen, Futterknappheit und ausgetrocknete Böden zeigen, wie stark die Landwirtschaft durch die Klimakrise bereits unter Druck steht.
Dennoch haben ÖVP und FPÖ im Salzburger Landtag den GRÜNEN Antrag zum landesweiten Schutz der besten landwirtschaftlichen Böden abgelehnt. „Unsere Bäuerinnen und Bauern kämpfen mit Dürre, Hitze und immer schwierigeren Bedingungen. Gleichzeitig gehen wertvolle Flächen durch Verbauung verloren. Wer unter diesen Bedingungen einen verbindlichen Schutz unserer besten Böden ablehnt, handelt grob fahrlässig“, kritisiert GRÜNEN-Klubobfrau Martina Berthold: „Das gefährdet nicht nur landwirtschaftliche Existenzen, sondern macht auch die Lebensmittel für uns alle teurer.“
Die GRÜNEN forderten von der Landesregierung ein, die eigenen Bekenntnisse zum Bodenschutz endlich ernst zu nehmen und konkrete Maßnahmen umzusetzen: Besonders wertvolle landwirtschaftliche Flächen sollten landesweit vor der Verbauung geschützt werden und als Vorrangzonen ausgewiesen werden. „Boden schützen heißt Ernten sichern. Was einmal verbaut ist, ist für unsere Landwirtschaft dauerhaft verloren. Gerade bei zunehmender Dürre und unsicheren Ernten müssen wir die Flächen sichern, auf denen unsere regionalen Lebensmittel wachsen. Wenn unsere besten Böden verbaut werden, schwächen wir die Landwirtschaft und machen Salzburg abhängiger von Importen“, so Berthold.
Für Berthold zeigt die Ablehnung einen deutlichen Widerspruch: „ÖVP und FPÖ inszenieren sich gerne als Fürsprecher der Landwirtschaft. Wenn es aber konkret darum geht, unsere Wiesen und Äcker vor Verbauung zu schützen, wird der Betonwalze der rote Teppich ausgerollt. Das passt nicht zusammen.“