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am 19. Februar

Tierschutz: Schluss mit Lebendtiertransporten auf längeren Strecken!

Kimbie Humer-Vogl - "Die Praxis zeigt: Mit Schutzbestimmungen wie längeren Pausen ist dem unsäglichen Tierleid nicht beizukommen."

"Um die Qual auf Tiertransporten zu beenden, gibt es nur ein wirksames Mittel: der Transport lebendiger Tiere über längere Strecken muss verboten werden." Mit dieser Forderung reagiert Klubobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl (GRÜNE) auf die jüngsten medialen Berichte über die Kälbertransporte von Salzburg nach Spanien. Von einer Ausweitung der Auflagen hinsichtlich Pausen und Versorgung der Tiere hält Humer-Vogl wenig: "Alle diese Bestimmungen sind offensichtlich nur dazu da, umgangen zu werden. Schluss damit! Lebendtiertransporte über weite Entfernungen gehören schlichtweg untersagt."

Wie engagierte Tierschützer zum wiederholten Mal aufgedeckt haben, sind zwei- bis vier Wochen alte Kälber auf ihren Transporten unerträglichem Leid ausgesetzt. Für Humer-Vogl sind dies die Auswirkungen eines in weiten Teilen pervertierten Fleischproduktionssystem: "Viele Konsumentinnen und Konsumenten verlangen nach billigem Fleisch. Und das Mästen von Kälbern in Spanien ist günstiger als hierzulande. Beide Fakten zusammengenommen führen zu den qualvollen Tiertransporten." Dass Österreich so nebenbei noch jede Menge Kalbfleisch aus den Niederlanden importiert, rundet für die Tierschutzsprecherin der GRÜNEN die Absurdität des Systems ab.

Das Ziel müsse deshalb heißen: "Schluss mit Lebendtiertransporten über weite Entfernungen!", so Humer-Vogl. Gut möglich, dass Kalbfleisch dann etwas teurer würde. "Aber das sollte uns das Ende des Tierleids wert sein."​​