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    Barrierefreiheit
12.06.2014 Presseaussendung

1 JAHR GRÜNE IN DER REGIERUNG

Am 19. Juni 2013 trat erstmals in der politischen Geschichte Salzburgs eine Landesregierung mit Grüner Beteiligung ihr Amt an. Ein Jahr ist nun vergangen, seit LHStv. Astrid Rössler, LR Martina Berthold und LR Heinrich Schellhorn als Mitglieder der 7-köpfigen Landesregierung angelobt worden sind. Was sich in diesem ersten Jahr der Grünen Regierungsbeteiligung getan hat? Vieles! Unsere Bilanz.

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DEMOKRATIE

GRÜN REGIERT ANDERS

Wir GRÜNE stehen für einen Stilwechsel in der Politik. Parteibuchwirtschaft und politische Seilschaften haben bei uns keinen Platz. Wenn es um Postenbesetzungen in Grünen Verantwortungsbereichen geht, gewinnen die besten Köpfe – nicht die besten Kontakte.Grüne Politik bedeutet konstruktives Arbeiten an gemeinsamen, möglichst breit getragenen Lösungen. Im Landtag wird JEDER Vorschlag ernsthaft diskutiert – egal ob er von der Oppositions- oder der Regierungsbank kommt. Zudem gibt es in innerhalb der Regierungsfraktionen koalitionsfreie Räume: Das ermöglicht wechselnde Mehrheiten, bereichert die parlamentarische Debatte – und sorgt schon mal für allgemeines Staunen…

 

MEHR DIREKTE DEMOKRATIE

Die BürgerInnen in politische Entscheidungsprozesse stärker einzubinden und sie zu beteiligen, ist erklärtes Ziel der Regierung. Eine Enquetekommission des Landtages arbeitet dazu an einem neuen Wahlrecht sowie an neuen direktdemokratischen Instrumenten.  

TRANSPARENZ

AUFSICHTSRATSPOSTEN: GRÜN BESETZT ANDERS

Das Ergebnis der Landtagswahl 2013 bescherte den GRÜNEN 14 Positionen im Landesschulrat sowie 32 Aufsichtsratssitze in 23 Unternehmen des Landes. Um diese Posten zu besetzen, riefen wir interessierte SalzburgerInnen auf, sich zu bewerben bzw. KandidatInnen zu nennen. Das Ergebnis waren 220 Aufsichtsrats- und mehr als 50 Landesschulrats-Bewerbungen engagierter und höchst kompetenter Frauen und Männer. Wer für uns nun welche Positionen innehat, ist auf der GRÜNEN-Website nachzulesen. Ach ja: Dass wir es geschafft haben, mindestens die Hälfte der Positionen mit Frauen zu besetzen, versteht sich von selbst.

 

OPENGOVERNMENT DATA: DIE VERWALTUNG ÖFFNET SICH

Mehr Transparenz „von Amts wegen“ wird Salzburg durch OpenGovernmentData erhalten. In einem ersten Schritt werden dazu etwa 70 Datensätze Amtes der Salzburger Landesregierung online gestellt und dadurch der allgemeinen Nutzung zugänglich gemacht. So können beispielsweise künftig zahlreiche Statistiken sowie die GIS-Daten (Geodaten) für Kindergärten, Spielplätze und Schulen im Internet abgerufen werden.​​

FINANZEN 

„FINANZSKANDAL“ – UND WAS DAVON ÜBRIG BLIEB​

Die Aufarbeitung der Finanzcausa ist noch längst nicht abgeschlossen und wird uns auch in den kommenden Jahren begleiten. Als erste Konsequenz aus dem Finanzskandal fasste der Landtag eine Reihe von Beschlüssen: Salzburg hat sich ein Spekulationsverbot verordnet, Finanzgeschäfte müssen künftig auch vom Landtag abgesegnet werden, ein Alleingang der Regierung ist nicht mehr möglich. Zusätzlich soll es durch die Umstellung vom kameralistischen Buchhaltungssystem auf die Doppik (doppelte Buchhaltung) sowie die Verschärfung der internen Revisionsmechanismen zu mehr Transparenz und Kontrolle bei den Landesfinanzen kommen. Dem Landtag wird durch den Finanzlandesrat sowie unabhängige ExpertInnen regelmäßig Bericht über den aktuellen Finanzstand des Landes erstattet.​

 

STRUKTURREFORM

Mit den Grünen werden Reformen umgesetzt. Das Land wird eine große Strukturreform umsetzen, bei der die Abteilungen von 14 auf 11 reduziert werden. Ziel ist eine schlankere Führungsstruktur, 29 Spitzenpositionen werden auf Dauer eingespart. Auch die Lehren aus dem Finanzskandal finden ihren Niederschlag: Die interne Revision wird neu aufgesetzt, die Buchhaltung aus der Finanzabteilung herausgenommen.​

UMWELT & NATURSCHUTZ

UNSERE VISION: DER „NATURPARK SALZACHAUEN“​

​Die Salzachauen im Norden der Landeshauptstadt zählen zu den artenreichsten Augebieten Österreichs. Noch wird dieses Gebiet von einer stark regulierten Salzach durchschnitten. Das soll sich ändern: Der teilweise Rückbau des Flusses und damit verbunden die Renaturierung des rund neun Quadratkilometer großen Landstriches ließe einen einzigartigen zusammenhängenden Lebensraum für Mensch und Natur entstehen. Erste Schritte zur Realisierung des Projektes wurden bereits gesetzt, was bedeutet: Unsere Vision nimmt bereits Kontur an.

 

GESUNDE LUFT

Vom Maßnahmenprogramm zur Luftreinhaltung hat der 80-er Probebetrieb auf der Stadtautobahn die meiste Aufmerksamkeit erfahren. Die Grüne Regierung ist tätig geworden, weil der Schutz der Gesundheit Priorität hat. Die beständige Überschreitung der Grenzwerte vor allem bei Stickoxid kann nicht hingenommen werden, hier muss – auch in Zukunft! – gehandelt werden. Im Luftreinhalteprogramm findet sich aber ein ganz Bündel an Maßnahmen: Die Förderung von Jahreskarten des Salzburger Verkehrsverbundes (20 Prozent des Preises) oder das Förderprogramm KLUP (Klima- und Umweltpakt) zur verstärkten Anwendung neuer Technologien, das von der Fernwärmeoffensive über E-Mobilität, thermische Sanierung, Mobilitätsmanagement in den Gemeinden bis zur Beleuchtungsumstellung auf LED reicht.​

 

NATURSCHUTZGESETZ

In intensiven Gesprächen mit vielen Interessensgruppen und –vertretungen wird derzeit an einer Novellierung des Naturschutzgesetzes gearbeitet. Es soll leichter lesbar und besser anwendbar werden, die Verfahren bürgernäher ablaufen. Zudem wird das Gesetz mit der EU-Artenschutzrichtlinie harmonisiert.​ 

SOZIALES

SALZBURG HÄLT ZUSAMMEN – SOZIALBUDGET BEI KNAPPEN KASSEN DEUTLICH ERHÖHT​

Unter grüner Ressortverantwortung konnte erreicht werden, dass auch in Sparzeiten das Sozialbudget deutlich erhöht wurde. Und zwar von 260 Millionen im Jahr 2013 auf 270 Millionen Euro im Jahr 2014. Das heißt nicht, dass alle Notwendigkeiten abgedeckt werden können. Aber es ist ein deutliches Zeichen für den gemeinsamen politischen Willen, dass im Land Salzburg auch bei sehr knappen Kassen niemand allein gelassen werden soll. Die Grünen stehen für die Idee des Sozialstaates und des sozialen Zusammenhaltes in der Gesellschaft.​ nen stehen für die Idee des Sozialstaates und des sozialen Zusammenhaltes in der Gesellschaft.​

VORBEUGEN UND FRÜHE HILFEN

Jedes Kind und jede/r Jugendliche muss in Salzburg rechtzeitig die Hilfen bekommen, die es braucht, um schlechte Startbedingungen ins Leben auszugleichen. Im gesamten Sozialbereich sollen die Vorbeugung und die rechtzeitigen Hilfen zum Prinzip werden. Nur so können teure, oft lebenslange Problemstellungen und viel kompliziertere späte Lösungen vermieden werden. Konkret wurden die personellen Lücken bei den SozialarbeiterInnen in den Jugendämtern der Bezirkshauptmannschaften erfolgreich angegangen. Es wurden bereits dringend notwendige Posten nachbesetzt und 7,5 neue Planposten geschaffen.​

MEILENSTEIN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Ein Meilenstein ist in der Realisierungsphase. Gemeinsam mit der Salzburger Gebietskrankenkasse, der Kinderseelenhilfe von Pro Mente und dem Psychosozialen Dienst des Landes werden in Stadt und Land die Einrichtungen für die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen ausgebaut. Salzburg wird damit dem Ziel, dass jedes Kind unbürokratisch die Hilfe bekommt, die es braucht, ganz entscheidend näher kommen.​

 

VORBEUGEN UND FRÜHE HILFEN

Jedes Kind und jede/r Jugendliche muss in Salzburg rechtzeitig die Hilfen bekommen, die es braucht, um schlechte Startbedingungen ins Leben auszugleichen. Im gesamten Sozialbereich sollen die Vorbeugung und die rechtzeitigen Hilfen zum Prinzip werden. Nur so können teure, oft lebenslange Problemstellungen und viel kompliziertere späte Lösungen vermieden werden. Konkret wurden die personellen Lücken bei den SozialarbeiterInnen in den Jugendämtern der Bezirkshauptmannschaften erfolgreich angegangen. Es wurden bereits dringend notwendige Posten nachbesetzt und 7,5 neue Planposten geschaffen.​

 

MEILENSTEIN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Ein Meilenstein ist in der Realisierungsphase. Gemeinsam mit der Salzburger Gebietskrankenkasse, der Kinderseelenhilfe von Pro Mente und dem Psychosozialen Dienst des Landes werden in Stadt und Land die Einrichtungen für die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen ausgebaut. Salzburg wird damit dem Ziel, dass jedes Kind unbürokratisch die Hilfe bekommt, die es braucht, ganz entscheidend näher kommen.​

 

MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN IN DIE MITTE DER GESELLSCHAFT 

Menschen mit Behinderungen haben ein Recht darauf, inmitten der Gesellschaft zu leben. Österreich hat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet und sich damit zur Realisierung von Inklusion verpflichtet. Dies ist Richtschnur grüner Politik. Unter grüner Ressortführung wurden daher die von der früheren Landesregierung bereits beschlossene Umbaupläne für die Wohn- und Betreuungseinrichtung Schernberg/Gemeinde Schwarzach gestoppt und überarbeitet. Gemeinsam wurde ein inklusiveres Konzept mit mehr und kleineren Standorten erarbeitet und von der Landesregierung auch bereits im Grundsatz beschlossen.​

 

EIN GESETZ IM ZEICHEN DER INKLUSION

Schon der Name des alten Gesetzes – „Salzburger Behindertengesetz“ – aus dem Jahr 1981 zeigt dessen Verstaubtheit. Derzeit wird an einer Neufassung des Gesetzes gearbeitet. Der Arbeitstitel lautet: Salzburger Inklusionsgesetz. Themen darin sind unter anderen mehr Flexibilität bei allen Hilfestellungen, die Vermeidung von Unter- und (!) Überversorgung, sowie die gesetzliche Verankerung von persönlicher Assistenz.

 

PSYCHOSOZIALE VERSORGUNG WIRD AUSGEBAUT

Bei der psychosozialen Versorgung der Bevölkerung sind die verschiedenen Angebote in Salzburg oft nicht optimal aufeinander abgestimmt. Es gibt Parallelstrukturen, Engpässe und Mängel gleichzeitig. Das ist für die SteuerzahlerInnen teuer und für die Betroffenen schlecht. Die Politik braucht zur Optimierung des Angebotes die Expertise der Betroffenen. Es ist unter grüner Ressortführung gelungen, dafür einen kompetenten Beirat für psychosoziale Gesundheit ins Leben zu rufen. Der Beirat aus gewählten Betroffenen, PsychiaterInnen, PsychotherapeutInnen, PsychologInnen und anderen ExpertInnen hat sich konstituiert und seine Arbeit aufgenommen.​ 

INTEGRATION

INTEGRATION: MITEINANDER LEBEN

Für gelungene Integration gibt es eine klare GRÜNE Strategie: Sowohl Subventionsvergabe als auch die eigenen Projekte konzentrieren sich auf die drei Schwerpunkte „Sprache – Bildung und Arbeit – Zusammenleben“. Ziel ist, allen Menschen die individuelle Lebensgestaltung in einer offenen und toleranten Gesellschaft zu ermöglichen. Um die gesamte Landesregierung wirkungsvoll zu beraten, wird ein Integrationsbeirat in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit VertreterInnen von Volksgruppen und NGOs eingerichtet.​

 

ASYL UND GRUNDVERSORGUNG: BESSERE STANDARDS, WERTSCHÄTZENDER UMGANG

Salzburg nahm in den vergangenen Jahren bei weitem nicht so viele Flüchtlinge auf, als dies mit den übrigen Bundesländern vereinbart ist. Diese Lücke zu schließen, zählt zu den großen Herausforderungen. Die gute Nachricht: Es konnten bereits 51 neue Plätze geschaffen! Die schlechte: aktuell fehlen 120.

 

Unter Grüner Ressortverantwortung wurden zudem eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Akzeptanz von Asyl-Unterkünften zu erhöhen: Es gibt Mindeststandards für Quartiere, mit den BetreiberInnen wird – auch vertraglich – ein wertschätzender Umgang mit den BewohnerInnen vereinbart (was zuvor keineswegs immer der Fall war und vielerorts zu Problemen geführt hat). Auch dass AnrainerInnen neuer Quartiere von Anfang an sehr umfassend (von Grundversorgungsstelle, Caritas, Polizei) informiert werden und ihre Anliegen und auch Ängste in den Treffen ernst genommen werden, zählt zu den Grünen Initiativen. Darüber hinaus werden aber auch die QuartiersbetreiberInnen unterstützt: Erstmals seit Beginn der organisierten Flüchtlingsbetreuung in Salzburg gibt es Vernetzungstreffen, bei dem sich QuartiersbetreiberInnen über ihre Erfahrungen austauschen können.

 

ROMA UND SINTI: EIN ANSPRECHPARTNER FÜR DIE DURCHREISE

Für durchreisende Roma und Sinti gibt es in Salzburg nun einen Ansprechpartner. Der Verein “Phurdo“ steht im Auftrag des Landes allen Gemeinden, SalzburgerInnen und Durchreisenden zur Verfügung, wodurch möglichen Konflikten bereits im Vorfeld begegnet werden kann.

BILDUNG

KINDERBETREUUNG UND ELEMENTARBILDUNG: MEHR ALS 300 NEUE PLÄTZE GESCHAFFEN​

Wer einen Betreuungsplatz braucht, soll auch einen vorfinden! Dank GRÜNER Regierungsbeteiligung wurden im Jahr 2013 zusätzlich 270 Krabbelgruppenplätze, 144 Kindergartenplätze und 100 Plätze in alterserweiterten Gruppen und Schulkindgruppen geschaffen. Für 2014 gibt es noch einmal eine Steigerung, so sind derzeit mindestens 550 Kindergartenplätze, rund 200 Krabbelgruppenplätze und um die 150 Plätze in alterserweiterten Gruppen und Schulkindgruppen geplant.​

 

AUSBAUEN, QUALITÄT VERBESSERN, FÖRDERUNGEN VEREINFACHEN: GEMEINSAM EIN NEUES KINDERBETREUUNGSGESETZ ERARBEITEN

Der Salzburger Landtag wird sich ab Herbst 2014 in einem eigenen Unterausschuss ausschließlich der Novellierung des Salzburger Kinderbetreuungsgesetzes widmen. Ein großer Erfolg, wurde doch damit eine langjährige GRÜNE Forderung endlich in die Tat umgesetzt. Salzburg braucht ein bedarfsorientiertes und fl

Man stelle sich einen Job vor, der ausschließlich darin besteht, Akten einzusehen und beratend tätig zu sein. Die Gage dafür: fürstliche 6.000 Euro monatlich, bezahlt von den SteuerzahlerInnen. Genau so sah der Job des Vizepräsidenten des Landesschulrats aus. Und genau deshalb wurde er von der neuen Landesregierung a ächendeckendes Angebot für die Betreuung und Elementarbildung der Kinder, wobei die Qualität der Betreuung von besonderer Bedeutung ist. Letztendlich sollen für Familien qualitativ hochwertige Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung stehen, die ortsnahe sind und flexibel (Stichwort: Öffnungszeiten!) genutzt werden können.​

 

ERWACHSENE HOLEN BILDUNG NACH: JEDER EURO WIRKT PRÄVENTIV!

Rechnen, Lesen, Schreiben – gerade bei Basisbildungskursen und dem Nachholen des Pflichtschulabschlusses ist jeder Euro sinnvoll investiert und wirkt präventiv gegen Arbeitslosigkeit und Armut. Unter GRÜNER Regierungsbeteiligung konnte dieser wichtige Bereich der Erwachsenenbildung ausgebaut werden und wird auch in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt der Arbeit darstellen.​

 

NEUE WEGE IN DER SCHULLEITERINNENBESTELLUNG

Parteipolitik hat in den Schulen nichts verloren! Mit den GRÜNEN in der Regierung weht auch in der Schulverwaltung ein neuer Wind: Noch vor dem Sommer 2014 soll ein zeitgemäßes und objektives Konzept zur LeiterInnenbestellung beschlossen werden, das wesentlich von den GRÜNEN mitgeprägt wurde. Die Schulautonomie wird dabei großgeschrieben: Wer DirektorIn an einer Salzburger Schule wird, sollen künftig nicht nur der Landesschulrat oder die Schulabteilung des Landes entscheiden. In Zukunft reden auch die betroffenen Eltern, Lehrer und zum Teil auch Schüler mit.

 

BILDUNGSVERWALTUNG: ERSTE REFORMSCHRITTE AUF SCHIENE

Man stelle sich einen Job vor, der ausschließlich darin besteht, Akten einzusehen und beratend tätig zu sein. Die Gage dafür: fürstliche 6.000 Euro monatlich, bezahlt von den SteuerzahlerInnen. Genau so sah der Job des Vizepräsidenten des Landesschulrats aus. Und genau deshalb wurde er von der neuen Landesregierung abgeschafft. Für dieses Geld kann das Land drei neue LehrerInnen anstellen, was den GRÜNEN wesentlich wichtiger erscheint als ein parteipolitischer Versorgungposten. Eines der wichtigsten und größten Reformvorhaben im Bildungsbereich wird die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten in der Schulverwaltung darstellen – Vorarbeiten dazu laufen bereits.​

RAUMORDNUNG

„RAUMORDNUNG NEU“ ODER: WIE MOBILISIERT MAN BAULAND?​

Wohnen ist teuer – für viele zu teuer – geworden. Um Bauland zu mobilisieren und die Preise wieder auf ein leistbares Niveau zu senken, sind in der Raumordnung einige, zum Teil gravierende Veränderungen geplant. So sollen Widmungen künftig auf zehn Jahre befristet sein, wird das Grundstück in dieser Zeit nicht bebaut, erfolgt automatisch die Rückwidmung in Grünland. Auch an eine Infrastrukturabgabe für gewidmete, aber nicht bebaute Flächen ist gedacht. Ein laufender Beitrag für die Erhaltung dieser Infrastruktur – der jedes Jahr steigen könnte, wenn das Bauland nicht genutzt wird – ist ebenso in Diskussion wie der Ausbau beziehungsweise die Wiederbelebung der Instrumente „Vorbehaltsfläche“ und „Vertragsraumordnung“ zugunsten des sozialen Wohnbaus.

 

Die weitere Zersiedelung der Landschaft mit ihren vielen negativen Folgen (Verkehr, Bodenverbrauch etc.) soll gestoppt werden. Bei der bereits laufenden Überarbeitung des Landesentwicklungsprogramms werden dahingehende wirkungsvolle Schritte überlegt. Das Hintanhalten der Zersiedelung hätte unmittelbare positive Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen und somit auch auf die Umweltbelastungen (Lärm, Schadstoffe). Die Bewohner sollen zukünftig wieder möglichst zentrumsnah angesiedelt werden, um die täglichen Wege umweltfreundlich auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Verkehr zurücklegen zu können.

 

Darüber hinaus gibt es auch konkrete Überlegungen im Hinblick auf die vielfältigen Freiraumnutzungen. Hier sollen mittels eines Sachprogrammes die zukünftigen Entwicklungen auf der regionalen und lokalen Ebene besser abgestimmt werden. Grund und Boden ist nicht vermehrbar, daher ist es von herausragender Bedeutung mit dieser Ressource verantwortungsvoll umzugehen.​

KULTUR

GUTE NEUE ZEITEN​

Kunst und Kultur sind der Markenkern Salzburgs. Sie prägen das internationale Image Salzburgs. Das ist untrennbar mit den Salzburger Festspielen und dem architektonischen Gesamtbild Salzburgs als Weltkulturerbe-Stadt verbunden. Das ist viel. Aber längst nicht alles.

 

Wir leben in guten neuen kulturellen Zeiten. Die Gegensätze und alten Frontstellungen zwischen alt und neu, reproduzierender und zeitgenössischer Kunst, Hoch-, Alternativ- und Volkskultur usw. lösen sich produktiv auf. Sehr unterschiedliche Qualitäten werden von den KünstlerInnen und dem Publikum erkannt und geschätzt. Cross Over ist Normalität. Die grüne Ressortführung unterstützt diese positive Entwicklung nach Kräften.​

 

SALZBURGS KULTUR – FAST IN EINER HAND

Erstmals gibt es in Salzburg eine fast komplette Bündelung aller Kulturagenden unter einer politischen Ressortverantwortung. Ob Mozarteum Orchester oder Trachtenmusikkapelle, ob Museum der Moderne, Residenz Galerie oder ehrenamtlich geführte Regionalmuseen, ob Landestheater oder experimentelle und zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum: Mit Ausnahme der Salzburger Festspiele, bei denen bundesgesetzlich als Vertretung Salzburgs im Festspiel-Kuratorium der Landeshauptmann oder die Landeshauptfrau vorgesehen sind, ist die politische Zuständigkeit sämtlicher Kulturagenden im Kulturressort vereint. So wächst unter grüner Verantwortung zusammen, was zusammen gehört.

 

Insbesondere die Volkskultur gilt nicht länger als folkloristisches Anhängsel eines Politressorts, sondern gehört uneingeschränkt zu Kultur. Sie hat damit eine Aufwertung erfahren. Ein Zeichen dieser Aufwertung ist der Bau eines modernen „Haus der Volkskulturen“ im Salzburger Nonntal.​

 

KEINE KÜRZUNG BEI DEN INITIATIVEN/FREIEN TRÄGERN

Salzburg wäre nicht Salzburg ohne die von den vielen kleinen Initiativen geschaffene lebendige Kunst- und Kulturszene. Unter grüner Ressortführung wurde geschafft, dass es auch in Zeiten sehr knapper Kassen bislang keine Kürzungen bei den Förderungen der freien Träger gab. Auch wenn das vorerst strukturelle Versäumnisse der Vergangenheit nicht wettmachen kann, gilt das Versprechen: In diesen Bereichen wird weiterhin nicht gekürzt.​

 

KULTURVERMITTLUNG: DAS ERREICHEN DER NICHT-ERREICHTEN

Die Teilhabe möglichst vieler BürgerInnen am kulturellen Geschehen ist ein Schwerpunkt der aktuellen Kulturpolitik.Eine ständige Herausforderung für die Kulturpolitik ist das Erreichen der – bislang – Nichterreichten. Ein Hebel unter vielen anderen dafür ist das Projekt „Kunst in Schulen“. KünstlerInnen gehen an die Schulen und erarbeiten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen – oft über mehrere Tage – Kunstprojekte vom Theater bis zur Ausstellung. Durch diese Zusammenarbeit mit den Schulen erreichen wir auch jene Kinder, deren Eltern mit ihnen nicht ins Theater gehen, die keine altersangepassten Bücher und Medien bekommen oder die nicht in der Musikschule angemeldet werden. Dieser Hebel ist sehr effizient. Mit vergleichsweise geringen Mitteln wird ein maximaler langfristiger Effekt erzielt. Daher wurden die Mittel für diese Projekte auch aufgestockt. 

 

REGIONALER AUSGLEICH 

Es ist ein Salzburg keine Frage. Das kulturelle Angebot ist ungleich verteilt. Die kulturelle Tafel ist in der Stadt üppiger gedeckt als am so genannten „Land“. Der regionale Ausgleich ist daher wichtig. In der Stadt werden deshalb auch keine neuen Spielstätten mehr gefördert. Zusätzliche Mittel gehen in die Regionen. Aktuell können wir etwa im Lungau mit dem „Kunst-Igel“ in Tamsweg Akzente setzen. Auch eine neue Heimstätte für die Lungauer Kulturvereinigung wird umgesetzt werden.​

FRAUEN & CHANCENGLEICHHEIT

MEHR GELD FÜR FRAUENBERATUNG, OPFERSCHUTZ UND TÄTERARBEIT​

Mit 100.000,- Euro zusätzlich wurde im Jahr 2014 die wichtige Arbeit von Frauenhäusern und Frauenberatungseinrichtungen unterstützt. Ebenfalls aufgestockt wurde das Budget für die Beratungsstellen Männerwelten und Männerbüro. Ziel ist, nicht nur Hilfe im Akutfall sondern auch Prävention zu leisten und dabei sowohl den Opferschutz wie auch die Täterarbeit zu berücksichtigen.​

 

LANDESMEISTERINNEN – FRAUEN IM SPORT SICHTBAR MACHEN!

Sport ist nach wie vor eine männerdominierte Szene – umso wichtiger ist hier gelebte Frauenpolitik. Dabei spielt auch der bewusste Umgang mit Sprache eine große Rolle. Im ersten GRÜNEN Sportressort Österreichs werden Urkunden daher gegendert: Nun gibt es nicht nur Landesmeister, sondern auch Landesmeisterinnen. Siegerehrungen heißen künftig auch „Siegerinnen-Ehrungen“, aus „Mannschaftssportarten“ werden künftig „Teamsportarten“.​

 

POSTENBESETZUNG IN GRÜN: HALBE/HALBE IN AUFSICHTSRÄTEN UND LANDESSCHULRAT

Das Ergebnis der Landtagswahl 2013 bescherte den GRÜNEN 14 Positionen im Landesschulrat sowie 32 Aufsichtsratssitze in 23 Unternehmen des Landes. Alle diese „Grünen“ Positionen wurden zur Hälfte mit Frauen besetzt!  

SPORT UND BEWEGUNG

SPORT VERBINDET – JUNG UND ALT, SPITZEN- UND BREITENSPORT​

GRÜNE Sportpolitik definiert sich nicht in erster Linie über die Erfolge im Spitzensport, auch wenn dieser viel öffentliche Aufmerksamkeit erhält, sondern über die Zugänge und Möglichkeiten für alle, Sport zu treiben. In erster Linie sollen Kinder und Jugendliche in den Schulen zu Bewegung und Sport motiviert werden. Daher wurde gemeinsam mit der Sportwissenschaft Salzburg ein Bewegungsprojekt in Kindergärten gestartet und die Angebote für Sport in der Nachmittagsbetreuung ausgebaut (2012 wurde mit 20 Gruppen gestartet, im laufenden Schuljahr konnte bereits auf 30 Gruppen aufgestockt werden.

 

Derzeit gibt es im Bundesland rund 100 Gruppen mit Tagesbetreuung. Sportlandesrätin Berthold wird im kommenden Schuljahr das Budget aufstocken und bis zu 40 Gruppen fördern können). Sport-Nachwuchstalente sollen, wenn sie es wollen, aber auch an den Spitzensport herangeführt werden. Daher wurde heuer erstmals ein Sportliches Come together veranstaltet, bei dem junge NachwuchssportlerInnen mit erfolgreichen Olympia-Sportlerinnen und Sportler in Kontakt kommen konnten.​

 

SKYBOX-KARTEN – IMMER SCHON HEISS BEGEHRT, JETZT TRANSPARENT VERGEBEN

Sie zählen wohl zu den begehrtesten Tickets Salzburgs, die Karten für die „Skybox“ im Stadion von Klessheim. Damit diese nicht länger fast ausschließlich FunktionärInnen zugute kommen, hat GRÜN für Umverteilung gesorgt: Bis auf wenige Ausnahmen gehen die Karten nun an SportlerInnen, TrainerInnen sowie – im Sinne der gesellschaftspolitischen, verbindenden Aufgabe des Sports – an Menschen aus verschiedensten beruflichen, ethnischen und sozialen Hintergründen. Dazu gehören unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ebenso wie die Sieger der afrikanischen Rodel-Weltmeisterschaft (einem Integrations-Sportevent), VerkäuferInnen der Straßenzeitung Apropos oder SiegerInnen der Special Olympics.​

 

FREUDE AN DER BEWEGUNG, FREUDE AN DER NATUR

GRÜNER Sport bedeutet natürlich auch, dass die Belastungsgrenzen unserer Umwelt und Naturschutzinteressen beachtet werden sowie auf Nachhaltigkeit und Ökologie gesetzt wird – sei es bei sportlichen Großveranstaltungen oder beim Bau oder der Renovierung von Sportstätten. Daher werden gerade neue Förderrichtlinien erarbeitet, die zum Beispiel sportliche Großveranstaltungen zu Green Events werden lassen beziehungsweise bei der Renovierung von Sportstätten ökologische Aspekte verstärken.​

 

BEWEGTE FREIZEIT

Das Freizeitverhalten der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Viele Menschen sind aktiv und üben mehrere Freizeitaktivitäten parallel aus (Skifahren, Skitouren, Schneeschuhwandern, Radfahren, Wandern, Laufen etc.), andere betreiben kaum oder gar keine selbstbewegten Freizeitaktivitäten. Zukünftig ist ein Angebot von neuen Bewegungsaktivitäten im nahen Wohnumfeld für die Förderung einer sinnvollen Freizeitgestaltung von wesentlicher Bedeutung. Die Gesundheit aller Bevölkerungsschichten (Kinder und Jugendliche, Erwachsene, ältere Personen, benachteiligte Gruppen) soll dabei im Vordergrund stehen, um präventiv vielen Zivilisationskrankheiten ausgehend von Bewegungsmangel (z.B. Diabetes) vorbeugen zu können. Aus grüner Sicht ist die Erhaltung, Weiterentwicklung bzw. Schaffung der dafür notwendigen Infrastrukturen unter Beachtung einer intakten Umwelt von großer Bedeutung.