HUMER-VOGL STARTET „GRÜNES PFLEGEFORUM
„Wie können die aktuellen Herausforderungen in der Pflege meistern und langfristig eine gute Pflege sichern“, das seien die zentrale Fragen, auf die das neu gestartete GRÜNE Pflegeforum Antworten finden will, erklärt LAbg. Kimbie Humer-Vogl, GRÜNE Sozialsprecherin und Initiatorin des Forums.
„Mir ist es wichtig, aus erster Hand zu erfahren, wo der Hut brennt. Deshalb besteht das GRÜNE Pflegeforum zu zwei Dritteln aus Pflegekräften mit teils jahrzehntelanger praktischer Erfahrung. Viele von ihnen arbeiten immer noch direkt ‚am Pflegebett‘. Gemeinsam werden wir in den kommenden Monaten die Probleme und Herausforderungen analysieren und einen zukunftsfähigen ‚10 Punkte-Plan für eine bessere Pflege‘ erarbeiten“, so Humer-Vogl.
„Bei unseren monatlichen Treffen werden wir nicht im eigenen Saft braten, sondern über den Tellerrand hinausschauen“, erklärt Humer-Vogl. Expertinnen und Experten sollen Inputs liefern. „Der Blick geht dabei ganz klar Richtung Skandinavien, wo die Pflege deutlich besser funktioniert als hierzulande. Aber auch die Modelle unserer deutschen Nachbarn wollen wir uns genauer ansehen. Die sind bei der Zukunftsplanung der Pflege wesentlich innovativer als wir unterwegs.“
Derzeit setzt sich das GRÜNE Pflegeforum mit acht Themenschwerpunkten auseinander:
1. Qualitätssicherung in der Pflege: Palliative Pflege, Transkulturelle Pflege, Demenz, Psychische Erkrankungen, Sucht
2. Anreize im Pflegeberuf zu bleiben: Rahmenbedingungen, Fort- und Weiterbildung, Erhöhung Urlaubstage, Reduzierung der Wochenstunden, Supervision….
3. Ausbildung: Rekrutierung, Anreizsysteme, Qualität der Ausbildung
4. Vernetzung der in der Pflege tätigen Berufsgruppen. Durch die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Pflegepersonen haben auch andere Berufsgruppen an Bedeutung gewonnen (Animation, Alltagsbegleitung, Psychologie etc.).
5. Schnittstellen zwischen Akutversorgung, Langzeitversorgung institutionell und extramural, 24 h-Betreuung
6. Finanzierung der Pflege, Thema Bezahlung in der Pflege
7. Unterstützung pflegender Angehöriger
8. Pflegeprävention: Neue Wohnformen, Prophylaxe, Barrierefreiheit, Psychosoziale Stärkung, Digitalisierung