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23.10.2014 Presseaussendung

313 MILLIONEN VON LAND UND GEMEINDEN

Steigerung von sieben Prozent. Mehr für Mindestsicherung, Jugendwohlfahrt, Sozialhilfe, Soziale Dienste, Heizkostenzuschuss,…

Auf ein stark gestiegenes Sozialbudget kann Soziallandesrat Dr. Heinrich Schellhorn verweisen. Das Sozialbudget des Landes wird 2015 rund 313 Millionen Euro betragen. Gegenüber dem Voranschlag für 2014, der bei 291 Millionen Euro lag, bedeutet das eine Steigerung von 7,5 Prozent oder 22 Millionen Euro bei den Ausgaben.

 

Der allergrößte Teil dieser Ausgaben wird im Verhältnis von 50:50 vom Land und den Gemeinden aufgebracht und wird auf Grund von gesetzlichen Verpflichtungen getätigt.

 

Mehr Betroffene in der Mindestsicherung, plus 4,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Voranschlag 2014 steigt für 2015 das Budget für die bedarfsorientierte Mindestsicherung von 30 Millionen Euro auf 34,5 Millionen. Das Plus von 4,5 Millionen ist der gestiegenen Anzahl der BezieherInnen, vor allem durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit geschuldet.

 

Mehr BewohnerInnen in SeniorInnenwohnhäusern, plus 5,5 Millionen Euro: Um 5,5 Millionen Euro, von 104,5 im laufenden Jahr auf 110 Millionen im Budget 2015 steigen die Ausgaben für die BewohnerInnen von SeniorInnenwohnhäusern, bei denen die Differenz zwischen den Kosten und dem verfügbaren Einkommen von der Sozialhilfe abgedeckt wird.

 

Schwerpunkt ambulante Pflege, plus 750.000 Euro: Ein Plus von insgesamt 750.000 Euro ist für die ambulante Pflege durch Soziale Dienste, (Haushaltshilfe, Hauskrankenpflege und Familienhilfe) möglich.

 

Schwerpunkt Prävention in der Kinder- und Jugendhilfe, plus 2,5 Millionen Euro: 35,5 Millionen Euro, um 2,5 Millionen mehr als 2014 können für Kinder und Jugendliche (Unterbringung, Betreuung, Begleitung, Beratung) ausgegeben werden. Zusätzlich 25 Kinder und Jugendliche können ambulant im Auftrag der Jugendämter durch PsychologInnen, SozialarbeiterInnen oder PsychotherapeutInnen betreut werden.

 

Viele Verbesserungen im Detail möglich: In der Freien Wohlfahrt können wir Vorsorge für eine Beteiligung an einer Unterkunft für Notreisende in Höhe von 100.00 Euro treffen. Erstmals kann etwa auch mit diesem Budget der Heizkostenzuschuss in der Höhe von 585.000 Euro vollständig budgetiert werden. Bisher war dafür immer ein Zugriff auf Rücklagen nötig.

Schellhorn: „Salzburg hält zusammen“

Heinrich Schellhorn sieht die starke Zunahme des Sozialbudgets mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Niemand wird in unserem Land in der Not oder mit besonderen Bedürfnissen hängen gelassen. Salzburg hält zusammen. Das ist Konsens in der gesamten Landesregierung. Die andere Seite ist, dass sich in den hohen Sozialkosten auch langjährige Versäumnisse der Politik und negative Entwicklungen, wie etwa die stark steigenden Wohnungskosten bei stagnierenden Masseneinkommen, spiegeln.“

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