Aktionsplan gegen Trockenheit gefordert
Die Klimakrise ist in Salzburg angekommen. Lange Trockenperioden, trockene Böden und niedrige Grundwasserstände zeigen: Auch ein wasserreiches Bundesland wie Salzburg ist vor Wasserknappheit nicht geschützt. Die Salzburger GRÜNEN bringen deshalb morgen, Mittwoch, einen dringlichen Antrag im Landtag ein. Sie fordern einen Landesaktionsplan gegen Trockenheit und Wasserknappheit, die verstärkte Nutzung von Brauchwasser und ein transparentes Wasserentnahme-Register. „Starkregen und Hochwasser auf der einen Seite, Hitze und Trockenheit auf der anderen: Das sind zwei Seiten derselben Klimakrise. Es braucht jetzt eine vorausschauende Wasserpolitik, die unser Trinkwasser schützt und die Landwirtschaft entlastet“, fordert die Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN, Martina Berthold und betont: „Golfplätze zu gießen, während Trinkwasser knapp wird und die Landwirtschaft mit Trockenheit zu kämpfen hat, geht sich nicht aus. Hier braucht es eine klare Prioritätensetzung.“
Die GRÜNEN fordern außerdem besseren Bodenschutz und mehr Renaturierung. Intakte Böden, Moore, Bäche und Feuchtgebiete wirken wie Schwämme in der Landschaft: Sie speichern Wasser, kühlen die Umgebung und stärken die Grundwasserneubildung. „Wer weiter wertvollen Boden zubetoniert, riskiert die zukünftige Wasserversorgung Salzburgs“, stellt Berthold abschließend klar.