AKTUELLE STUNDE: SALZBURG MUSS DIE VERKEHRSWENDE SCHAFFEN!
„Bürgermeister Schaden soll Strafgelder aus Tempo 80 für die Attraktivierung der Stadt-Öffis widmen!“
„Die Verkehrswende ist das Gebot der Stunde! Wir können es uns nicht länger leisten, um jeden Preis auf das Auto angewiesen zu sein. Es ist offensichtlich, dass eine Attraktivierung von Bus und Bahn dringend notwendig ist,“ so LAbg. Simon Hofbauer während der Aktuellen Stunde zum Thema „Wie schafft Salzburg die Verkehrswende?“ in der heutigen Landtagssitzung.
In den letzten Jahrzehnten habe der politische Fokus vor allem beim Ausbau von Straßen gelegen, mit den bekannten Folgen: mehr Verkehr, mehr Lärm, schlechte Luft! Gleichzeitig sind die SalzburgerInnen ständig mit Verschlechterungen bei den Bus- und Zug-Fahrplänen und Verteuerungen bei den Tickets konfrontiert: „Es ist nicht nur das Gefühl der Öffentlichkeit, dass hier etwas in Schieflage geraten ist. Ständig steigende Kosten bei kaum verbessertem Angebot können den öffentlichen Verkehr nicht attraktiver machen!“, betont der GRÜNE Abgeordnete.
Mit der „Super S’Cool-Card“, einer landesweiten Jahreskarte für Jugendliche, SchülerInnen und Lehrlinge um 96€ pro Jahr, sei ein „erster großen Erfolg verbucht worden, dem noch viele weitere folgen müssen“. Eine weitere Verbesserung stellt das City-Jahresticket für die Stadt Salzburg um 366€ dar, das laut Landesrat Mayr (TSS) ab 1. Juli 2014 angeboten wird.
„Gerade die Stadt wird Hauptprofiteur der Verkehrswende sein und muss daher ebenso wie das Land Verbesserungsmaßnahmen setzen. Ich fordere Bürgermeister Schaden daher auf, die Strafgelder der Tempo 80-Beschränkung auf der Stadtautobahn dazu zu verwenden, günstigere Bus-Tickets zu schaffen und das Öffi-System in Salzburg attraktiver zu gestalten!“
Neue Prioritäten in der Verkehrspolitik setzen!
LAbg. Angela Lindner, Verkehrssprecherin der GRÜNEN, betont in der Aktuellen Stunde, dass die Attraktivierung und der Ausbau von Bus und Bahn Geld kosten wird: „Wenn wir die Verkehrswende wirklich wollen – und dazu bekennen wir uns im Regierungsprogramm sehr deutlich – können wir das nur durch eine neue Prioritätensetzung erreichen. Nötig sind dazu Umschichtungen im Verkehrsbudget, nämlich weg vom Ausbau der Straßen hin zur stärkeren Förderung des Öffentlichen Verkehrs!“