APPELL AN DAS HUMANITÄRE GEWISSEN DER SALZBURGER:INNEN
Migrationslandesrätin Martina Berthold sucht nach menschenwürdigen Quartieren.
Migrationslandesrätin Martina Berthold ist intensiv auf der Suche nach Quartieren im Land Salzburg. Dies nicht nur deshalb, weil Salzburg die Quote bei der Unterbringung von Asylsuchenden nicht erfüllt, sondern auch, weil die Landesrätin bei ihrer „Inspektionstour“ im Sommer 2013 selbst gravierende Mängel bei bestehenden Unterkünften festgestellt hat und solche Quartiere nun schließen will. Die Landesrätin appelliert nun an die Salzburgerinnen und Salzburger, in ihren Gemeinden Asylsuchende aufzunehmen beziehungsweise bei der Suche nach menschenwürdigen Quartieren behilflich zu sein.
Die Anliegen der Gemeinden und der Bevölkerung werden dabei vom Ressort selbstverständlich ernst genommen. Das zeigte sich beispielsweise im Fall von Unken. Dort hat sich ein Hotel – übrigens nach einem transparenten Vergabeverfahren – als geeignetes Quartier für Asylwerberinnen und -werber herausgestellt. Der Quartiersbetreiber wird Umbauten vornehmen, damit sich die AsylwerberInnen selbst versorgen können und somit in ihrer Selbstständigkeit unterstützt werden. Über dieses Quartier wurden die Unkener GemeindevertreterInnen in einer öffentlichen Sitzung durch Franz Erwin Eiersebner, den Referatsleiter für Migration, informiert, wobei es im Vorfeld Gespräche zwischen Bgm. Hubert Lohfeyer und dem Referatsleiter gab. Um den Sorgen der AnrainerInnen wirksam zu begegnen, werden die vorhandenen 40 Plätze nicht sofort alle belegt, die Landesrätin will die Bevölkerung vielmehr aktiv in das Integrationsprojekt miteinbeziehen.
Dringender Handlungsbedarf
Ungeachtet der Versorgungsmöglichkeit in Unken besteht dringender Bedarf nach weiteren Plätzen. Bei den betroffenen Asylsuchenden handle es sich um Menschen, die zum Teil schwerst traumatisiert aus verschiedensten Krisenherden kommen. „Salzburg darf sich da nicht aus seinem Versorgungsauftrag stehlen. Das ist eine humanitäre Verpflichtung“, so die Migrationslandesrätin, die an das humanitäre Gewissen der Salzburgerinnen und Salzburger appelliert, AsylwerberInnen aufzunehmen. Dabei ist dem Migrationsressort auch mit kleinen Quartieren beziehungsweise günstigen Wohnungen bereits geholfen. Wer bei der Quartiersuche mithelfen will – oder gar selbst bereit ist, eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen -, findet detaillierte Info auf der Website des Landes:
www.salzburg.gv.at/pdf-informationsblatt_interessentensuche.pdf