STRATEGIE STATT MONATSHYSTERIE
Standort- und Arbeitsmarktgipfel ist nicht aufschiebbar
„Wir brauchen dringend eine Strategie, wie es mit dem Wirtschaftsstandort und dem Arbeitsmarkt in Österreich weitergehen soll. Der monatliche hysterische Aufschrei mit folgenden Erklärungslamentos gleich nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten bringt uns nicht weiter. Vielmehr brauchen wir jetzt endlich den längst angekündigten Standort- und Arbeitsmarktgipfel. ExpertInnen aus Politik, Wissenschaft und Praxis müssen intensiv an den Weichenstellungen, die aus der Krise herausführen, arbeiten“, verlangt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.
Neben der notwendigen Strategieentwicklung steht aber völlig außer Frage, dass die Mittel für aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik erhöht werden müssen. „Es ist notwendig kurzfristig ein Krisenbudget aufzustellen, um die Qualifizierungsmaßnahmen des AMS auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Die jetzige Kürzungspolitik, die vor allem hochwertige Förderinstrumente trifft – wie etwa das Fachkräftestipendium – ist strikt abzulehnen. Dieses Geizen kommt die öffentliche Hand mittelfristig wesentlich teurer als Investitionen in gute Aus- und Weiterbildung. Das belegen zahlreiche Studien,“ betont Schatz.