AUA-RETTUNG NUR BEI VERZICHT AUF KURZSTRECKEN
Landessprecher Heinrich Schellhorn gegen Verknüpfung mit „Flughafen-Standortgarantie ohne Klimaschutz-Auflage“ – Steuergeld soll in Systeme fließen, „die uns in die Zukunft tragen“.
Zig Millionen Euro in die Rettung der AUA zu stecken und diese Hilfe an eine „Standortgarantie“ für Regionalflughäfen zu knüpfen, ohne auf den Klimaschutz Bedacht zu nehmen – das wäre für Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Landessprecher der GRÜNEN in Salzburg, „rausgeschmissenes Steuergeld“. Denn um die Erdüberhitzung in beherrschbarem Rahmen zu halten, müssten in den nächsten Jahren sämtliche Wirtschaftsbereiche so umgebaut werden, dass sie „klimaverträglich“ funktionieren. Und das betreffe natürlich auch den Flugverkehr – Airlines ebenso wie Flughäfen. „Die Luftfahrt ist wie alle anderen gefordert, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Und dazu gehört der Verzicht auf Kurzstrecken zugunsten der Bahn“, so Schellhorn, für den derartige Auflagen die Voraussetzung für die Rettung der AUA sind.
Davon, die staatliche Unterstützung von einer „Standortgarantie“ für Regionalflughäfen abhängig zu machen, hält der GRÜNEN-Sprecher jedenfalls nichts. „Auch Flughäfen wie der unsere in Salzburg werden sich den klimatischen Herausforderungen der Zukunft stellen müssen und da passen Kurzstreckenflüge, die unser Klimaproblem verschärfen, ganz einfach nicht hinein.“ Ehe deshalb Millionen Euros an Steuergeld in die Luftfahrt investiert würden, „muss ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene vorliegen“.
Vor dem Hintergrund der Klimaproblematik müsse sich verantwortungsvolle Politik damit befassen, welche Strukturen nachhaltig und zukunftsfähig sind: „Wenn jetzt Abermillion an Steuergeld fließen, dann sollten wir dieses Geld vor allem in Systeme investieren, die uns in die Zukunft tragen“, meint Schellhorn.