AUF DER STADTAUTOBAHN KOMMT FLEXIBLE TEMPO 80-REGELUNG
Auf Grund der fortwährenden Grenzwertüberschreitungen bei der Luftgüten besteht hoher Handlungsbedarf zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung
Die Landesregierung befasste sich heute, Donnerstag, mit den Ergebnissen des Testbetriebes von Tempo 80 auf der Stadtautobahn zwischen der Auffahrt Nord und dem Knoten Walserberg von Mitte Februar bis Mitte Mai. Auf Grund der fortwährenden Grenzwertüberschreitungen an der Stadtautobahn besteht ein hoher Handlungsbedarf zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Deswegen einigte sich die Landesregierung nach intensiver Diskussion darauf, dass die Vorarbeiten für die Erlassung einer flexiblen Regelung mit einer Verkehrsbeeinflussungsanlage fortgesetzt werden sollen. Dabei sollen auch sicherheitstechnische Aspekte und die Einhaltung der Geschwindigkeitslimits, vor allem durch Lkw, mitberücksichtigt werden. Mit der Einführung der flexiblen Regelung ist frühestens im Spätherbst des Jahres – nach Installation der Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) – zu rechnen.
Der Probebetrieb Tempo 80 statt 100 km/h auf den rund zehn Kilometern der A 1 hat eine Verringerung der Stickstoff-Immissionen von sechs bis sieben Prozent erbracht. Auswertungen zeigen, dass die mittleren Fahrgeschwindigkeiten bei Pkw und Motorrädern um zwölf km/h auf 82 km/h zurückgegangen sind und jene von Lkw und Bussen von 86 auf 80 km/h. Wichtig für die Schadstoffreduktion ist eine möglichst konstante Geschwindigkeit aller Verkehrsteilnehmer – Bremsen und Beschleunigen bedeutet mehr Treibstoffverbrauch und somit mehr Schadstoffausstoß. Laut Expertenmeinung ist die optimale Geschwindigkeit, damit möglichst viele Verkehrsteilnehmer eine Strecke ohne Behinderungen bewältigen können, 80 km/h. Die Experten der Umweltschutzabteilung hielten klar fest, dass eine Temporeduktion die weitaus effizienteste Maßnahme zur Senkung der Stickoxid-Belastung ist. Durch keine andere Maßnahme, etwa Lkw-Nachtfahrverbote oder Fahrverbote für bestimmte Lkw-Klassen, können die Luftschadstoffe in diesem Ausmaß gesenkt werden. Der Grenzwert der EU für die Stickstoff-Immissionen liegt bei einem Jahresmittelwert von 40 µg/m3; im Salzburger Zentralraum wird ein Jahresmittelwert von 54 µg/m3 gemessen.