BILDUNG AUF DEM IRRWEG
Bildung darf kein Privileg der höheren sozialen Schichten sein
Als im Jahre 1971 Kanzler Bruno Kreisky die Aufnahmeprüfung am Gymnasium abschaffte, war das ein großer Schritt hin zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem. Nun, bei den Regierungsverhandlungen im Bund, wird plötzlich deren Wiedereinführung gefordert.
Was diesmal unter dem Namen „Potenzialanalyse“ läuft, ist ein Anachronismus,der letztlich die ohnehin vorhandenen zwei Klassen im Schulsystem noch weiter verstärken würde. Aber gerade Bildung darf kein Privileg der höheren sozialen Schichten sein. Im Gegenteil – wir müssen es schaffen, dass auch Kinder aus bildungsfernen Familien die Chance auf beste Bildung haben. Bildung darf nicht länger von unserer Herkunft abhängig sein! Nur so kann in weiterer Folge der soziale Friede auch in Zukunft aufrecht erhalten werden!
Wesentlich dafür wäre die Einführung einer Gemeinsamen Schule der 6 bis 14-Jährigen. Nicht zuletzt beweisen viele internationale Beispiele, dass nicht trennende, sondern integrative Schulsysteme die Zukunft sind.