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25.01.2013 Presseaussendung

BILDUNGS-BAUSTELLEN IN SALZBURG

In Salzburg wird in der Bildung seit Jahren massiv gespart: Von der individuellen Förderung über kreative Angebote bis zur Sprachförderung – überall fehlen ausreichende Stundenkontingente.

Dabei gibt es eine große Zahl ausgebildeter junger LehrerInnen, die eingesetzt werden könnten. „Die Tatsache, dass Bildungsreferentin LHF Burgstaller nicht bereit ist, endlich aus Landesmitteln zusätzliche LehrerInnen einzustellen – wie es alle anderen Bundesländer tun – führt zu immer rigoroseren Einsparungen an den Schulen!“ sagt der GRÜNE Bildungssprecher Cyriak Schwaighofer.

BEDARF BEI BERATUNGSLEHRERINNEN UND NACHMITTAGSBETREUUNG

Mit dem vermehrten Einsatz von BeratungslehrerInnen könnte man Salzburgs SchülerInnen bestmöglich sozial und pädagogisch unterstützen. Und auch in der Nachmittagsbetreuung lässt sich vieles verbessern: Kleinere Gruppen (zurzeit bis zu 30 SchülerInnen pro Gruppe) und ausreichend Rückzugsräume (wie z.B. ruhige Leseecken) würden die jetzige Raumnot und die oft beengende, laute Situation für die SchülerInnen erheblich bessern. Zusätzlich werden dringend BetreuerInnen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) benötigt.​

AUSBAU DER SCHULISCHEN INTEGRATION

60% der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf „integrativ“ zu betreuen, ist Salzburgs (eh schon nieder gestecktes) Ziel. Davon sind wir meilenweit entfernt. Ganz im Gegenteil: Jedes Jahr ringen die Schulen verzweifelt um die notwendigen Stundenkontingente, da der sonderpädagogische Förderbedarf immer größer wird. Die vom Bund zugewiesene Stunden-Quote für Salzburg bleibt aber seit Jahren gleich. Dadurch klafft eine riesige Lücke zwischen zugeteilten Stellen und echtem Bedarf. Andere Bundesländer nehmen dafür eigenes Geld in die Hand, Salzburg nicht.​

PARTEIPOLITIK RAUS AUS DER LEITERINNENBESTELLUNG

Von der Zusammenlegung von Landesschulrat und Landesschulabteilung wurde viel geredet, getan hat sich nichts. Auch bei den SchulleiterInnen steht die Mühle still: Nach wie vor sind die LeiterInnenbestellungen fest in der Hand von SPÖVP. Die (schlecht bezahlten) LeiterInnen selber ersticken unter der Last der ausufernden Verwaltungstätigkeit. Dehalb: Parteipolitik hat bei der LeiterInnenbestellung nichts verloren, stattdessen ist Schulautonomie gefragt.
Wir GRÜNEN kämpfen seit vielen Jahren für Verbesserungen im Pflichtschulbereich – entmutigen lassen wir uns nicht, denn immer wieder gelingen kleine Schritte, die zu großen Änderungen führen!​