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10.09.2014 Presseaussendung

NEBENERWERBSBAUERN: EXISTENZSICHERUNG GEWÄHRLEISTEN!

Ein junger Bauer schaufelt Heu in eine Schubkarre. Ein Esel kommt und frisst es

Einheitswert falsche Berechnungsgrundlage

„Die nunmehrige Änderung der Arbeitslosengeldberechnung für NebenerwerbsbäuerInnen ist absurd. Sie geht an der Lebensrealität völlig vorbei. Klar ist, dass NebenerwerbsbäuerInnen und ihre Familien ein Einkommen zur Sicherung ihrer Existenz brauchen. Wenn sie beim Verlust ihres Arbeitsverhältnisses kein Arbeitslosengeld als Einkommensersatz mehr bekommen, sind sie gezwungen, Umgehungskonstruktionen oder illegale Auswege rund um ihren bäuerlichen Besitz zu tätigen. Das kann doch nicht der Sinn der neuen Regelung sein“, so Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

 

Das Grundproblem liegt laut Grünen aber in der Bedeutung des Einheitswertes in sämtlichen Versicherungs- und Steuerfragen. Dieser Wert und seine Folgewirkungen entsprechen keiner modernen Verwaltungsrealität und führen deshalb immer wieder zu Ungerechtigkeiten. Manchmal durchaus zugunsten der BäuerInnen. Aber im Zusammenhang mit der neuen Arbeitslosengeldregelung führt das zu Existenzgefährdung. Die Grünen rufen deshalb dringend dazu auf, die Regelung zu überdenken und eine neue, transparente Berechnungsmethode für den Arbeitslosengeldanspruch von NebenerwerbsbäuerInnen zu entwickeln.