KLARE GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN!
Hundstorfers Forderungs- und Maßnahmenkatalog alleine ist zu wenig
„Wir sind sehr erfreut, dass Minister Hundstorfer die Probleme der Praktika benennt und erkennt. Die heute präsentierte Watchlist, wo sich PraktikantInnen anonym melden können, ändert allerdings nichts an den derzeit problematischen rechtlichen Rahmenbedingungen“, kritisiert die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, Birgit Schatz. Dass sich ehemalige PraktikantInnen bei der Sozialversicherung melden können, wenn man den Eindruck hatte, es war etwas nicht in Ordnung, gab es vorher auch schon. Die aktuelle Problemlage ist aber nicht nur ein Rechtsdurchsetzungsproblem. „Es ist notwendig dort anzusetzen, wo die Probleme entstehen, nämlich in der arbeitsrechtlichen Zuordnung von Praktika. Klare gesetzliche Rahmenbedingungen sind unabdingbar“, hält Schatz fest.
„Es reicht nicht, nur die Probleme zu benennen und Forderungskataloge zu präsentieren. Es muss auch politisch gehandelt werden“, meint Schatz und weiter: „Ich vermisse Regierungsvorlagen, die klare gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen um die Schwierigkeiten um das Thema Praktikum in den Griff zu bekommen. Es braucht zudem einen differenzierten Umgang in der Debatte mit den verschiedenen Praktika-Zielgruppen, wie SchülerInnen oder Studierende, die Pflichtpraktika machen und jenen Gruppen, die sie freiwillig absolvieren.“
In Richtung SPÖ meint Schatz: „Heute setzt sich die SPÖ für bessere Praktika ein – und morgen stimmt sie dagegen. Letzte Woche hat die SPÖ im Sozialausschuss gegen die Grünen Praktika-Anträge gestimmt, ohne selbst Lösungen zu präsentieren.“ Morgen findet im Nationalrat die Debatte zu den grünen Anträgen statt.