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12.03.2013 Presseaussendung

VERANTWORTUNG LIEGT AUCH BEI BETRIEBEN UND WIRTSCHAFTSKAMMER

Eine Frisöse glättet das Haar einer Kundin mit einem Glätteisen

Es braucht Qualitätsmanagement während der Ausbildungszeit

„Nach einer drei- bis vierjährigen Berufsausbildung kann nicht mehr die gesamte Verantwortung des Scheiterns beim Lehrabschluss auf das Schulsystem geschoben werden. Sie liegt klar bei den Ausbildungsbetrieben und der Wirtschaftskammer“, reagiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, auf die alarmierenden Zahlen der Lehrabschlussprüfungsstatistik der Wirtschaftskammer und der Reaktion der Sozialpartner. In über 22 Lehrberufen beträgt die Durchfallquote mehr als 30 Prozent.

Die Qualität der betrieblichen Ausbildung lässt in vielen Betrieben zu wünschen übrig. Viele Unternehmen bereiten nicht ausreichend auf die Lehrabschlussprüfung vor. „Zum einen sind viele, vor allem kleine Betriebe einfach überfordert und nicht in der Lage das gesamte praktische Ausbildungsspektrum anzubieten. Zum anderen gibt es Problembranchen, wie etwa den Tourismus, die Lehrlinge primär als Billigarbeitskräfte nützen“, betont Schatz.

 

Eine Schulreform ist sicher eine wichtige Basis für erfolgreiche Berufskarrieren, allerdings liegt das Hauptproblem in diesem Fall im Qualitätsmangel vieler Lehrstellen. „Die Qualitätskontrolle der Ausbildung kann nicht, wie derzeit, alleine der Wirtschaftskammer überlassen werden. Es braucht hier genaue Qualitätskriterien und Kontrollen durch unabhängige Stellen“, meint Birgit Schatz.​