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11.06.2026 Presseaussendung

Blaue Naturzerstörung in der nächsten Runde

"Die FPÖ rollt der Betonwalze weiter den Teppich aus."
Martina Berthold

Nach den massiven Einschnitten im Naturschutz und bei der Landesumweltanwaltschaft folgt der nächste Schlag gegen Salzburgs Natur: Ressort-Chefin Marlene Svazek hat angekündigt, dass für bestimmte Bauvorhaben in Landschaftsschutzgebieten in Zukunft keine naturschutzrechtliche Bewilligung mehr notwendig sein soll. Betroffen wären rund 15 Prozent der Salzburger Landesfläche, darunter sensible Gebiete wie das Untersberg-Vorland, das Gasteinertal oder der Kapuzinerberg.

Die FPÖ rollt der Betonwalze weiter den Teppich aus. Erst wurde die Landesumweltanwaltschaft entmachtet, dann der Schutz wertvoller Biotope gestrichen. Und jetzt sollen Landschaftsschutzgebiete ohne Bewilligung verbaut werden dürfen. Dabei sind gerade Landschaftsschutzgebiete wertvolle Lebens- und Erholungsräume für die Menschen vor Ort“, kritisiert die Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN, Martina Berthold und stellt klar: „Ob Kapuzinerberg, das Gasteinertal oder andere sensible Gebiete: Diese Orte machen Salzburg lebenswert und verdienen unseren Schutz. Wir werden uns weiter dagegen wehren, dass die FPÖ unsere Natur Stück für Stück der Zerstörung freigibt.

Konkret plant LH-Stv. Svazek, die Bewilligungspflicht für bestimmte bauliche Eingriffe in Landschaftsschutzgebieten zu streichen. Damit würden auch fachliche Prüfungen durch Naturschutz-Sachverständige wegfallen. Statt einer Bewilligung soll künftig in diesen Fällen eine bloße Anzeige bei der Behörde ausreichen. Besonders scharf kritisiert Berthold auch Svazeks Angriffe auf Fachleute. Im heutigen SN-Artikel unterstellt die FPÖ-Chefin Natur-Sachverständigen Willkür. „Bei der FPÖ sind offenbar alle Schranken gefallen. Weil Sachargumente fehlen, geht Marlene Svazek auf Sachverständige los und unterstellt ihnen Willkür in ihren Entscheidungen. Damit diffamiert sie ihre eigenen Fachleute. Das ist letztklassig“, so Berthold abschließend.