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28.04.2021 Presseaussendung

COVID: AUCH APOTHEKEN SOLLEN IMPFEN DÜRFEN

Coronaviren in rot

"Die Ärztekammer sollte rasch umdenken. In anderen europäischen Ländern funktionieren Impfungen in Apotheken gut und führen zu einer höheren Durchimpfungsrate."

„Pharmazeut*innen können eine zentrale Rolle bei der Immunisierung spielen.“ LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, appelliert an die Ärztekammer, ihre Blockadehaltung gegenüber der Apothekerschaft aufzugeben. „Es sollte eigentlich im Interesse der Ärztekammer sein, die Österreicher*innen so rasch als möglich durchzuimpfen. Das würde auch die Krankenhäuser entlasten“, so die GRÜN-Abgeordnete. Die Apothekerschaft hat sich für flächendeckende CoV-Impfungen der Bevölkerung angeboten, um das Impftempo zu erhöhen – so auch in Salzburg. Die Ärztekammer stellt sich dagegen.

Mehrheit der Bevölkerung will Impfangebot in Apotheken

Humer-Vogl kann diese Ablehnung nicht nachvollziehen: „Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung hat sich erst kürzlich für ein zusätzliches Impfangebot in den Apotheken ausgesprochen. Dass Pharmazeut*innen – wie die Ärztekammer sagt – nicht geeignet seien, zu impfen, lässt Humer-Vogl nicht gelten: „In vielen anderen Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Finnland und der Schweiz ist das Normalität. Auch in Deutschland haben die positiven Erfahrungen aus anderen Ländern zu einem Umdenken geführt – auch in der Ärzteschaft.“ Es sei belegt, dass Impfungen in Apotheken von der Bevölkerung gut angenommen würden. „Die Impfaktionen führen nachweislich zu höheren Durchimpfungsraten. Das Impfangebot in Apotheken wird nämlich auch von Personen genutzt, die sich zuvor gar nicht haben impfen lassen. Gerade bei der COVID-Impfung wäre das ein willkommener und wichtiger Effekt“, so Humer-Vogl.

Kooperation zum Wohle der Patient*innen in den Vordergrund stellen

„Einerseits will die Ärztekammer stärker mit der Apothekerkammer kooperieren, andererseits stellt sie sich dem in der Praxis entgegen“, kritisiert die Abgeordnete. Sie warnt davor, sich nun in Standesdünkeln zu verlieren: „Solche Diskussionen dürfen jetzt keinen Platz haben. Auch Apotheker*innen sind bestens ausgebildet und ein zuverlässiger Player in der Pandemiebekämpfung sowie wichtige Gesundheits-Kommunikator*innen. Man sollte das Angebot der immerhin 1.380 öffentlichen Apotheken in Österreich annehmen und sie zum Impfen berechtigen.“ Es gelte in dieser Krise auf allen Ebenen zum Wohl der Menschen zusammenzuarbeiten. „Je vielfältiger das Impfangebot, desto besser“, so Humer-Vogl.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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