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07.02.2021 Presseaussendung

DER BLICK AUS MEINEM FENSTER VON INNEN NACH AUSSEN

Flüchtlingslager in der Wüste aus teilweise bereits kaputten Zelten

In den letzten Wochen ist es wieder still geworden um die Situation der geflüchteten Menschen aus dem Lager Moria. Trotzdem ist es gerade jetzt wichtig von innen nach außen zu blicken und auch über die Grenzen zu schauen, um sich die prekäre Situation der geflüchteten Menschen bewusst zu machen.

In den letzten Wochen ist es wieder still geworden um die Situation der geflüchteten Menschen aus dem Lager Moria. Die Bilder und Berichte der Zustände vor Ort sind angesichts des Terroranschlags in Wien, dem erneuten Lockdown und der steigenden Covid-19 Zahlen in Österreich in den Hintergrund geraten. Trotzdem ist es gerade jetzt wichtig von innen nach außen zu blicken und auch über die Grenzen zu schauen, um sich die prekäre Situation der geflüchteten Menschen bewusst zu machen.

Im neuen Lager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos herrschen unmenschliche Zustände. Es fehlt an elementaren Voraussetzungen, die für ein menschenwürdiges Leben notwendig wären. Im Lager sind kaum Duschen und Toiletten vorhanden. Es wird berichtet, dass weder warmes Wasser noch Heizung oder Betten zur Verfügung gestellt werden. Es sind um die 7.500 Männer, Frauen und Kinder, die in Zelten leben und auf dem Boden schlafen. Die Zustände sind schlimmer als im abgebrannten Lager Moria. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen forderte angesichts der desolaten Situation eine Schließung des Lagers. Gerade in Zeiten von Corona ist das Zusammenleben tausender Menschen auf engstem Raum – bei fehlender Hygiene und Versorgung – eine Katastrophe.

2020 war für viele ein schweres Jahr. Viele Entbehrungen und Ängste, sowie wirtschaftliche und soziale Herausforderungen stehen im Vordergrund. Wir können versuchen die „ruhige Zeit“ im Dezember zu nutzen, um die vielen schönen Dinge zu erkennen, die für uns mittlerweile normal geworden sind. Wir leben in einem friedlichen Land, haben hoffentlich genug zu Essen und ein Dach über unserem Kopf. Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns, dass wir das Glück haben, in einem der schönsten Orte der Welt zu wohnen.

Für viele ist eben dieses Glück nicht selbstverständlich!

Sonja Förster, Großgmain
Sonja Förster

Gemeindegruppenmitglied TÖV-Großgmain

Bildungsreferentin (37)

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