DIE SCHERE GEHT IMMER WEITER AUSEINANDER
Was die OECD für viele EU-Länder festgestellt hat, trifft auch auf Österreich zu: Die Einkommensungleichheit hat langfristig zugenommen. Wesentlich ungleicher noch als die Einkommensverteilung ist allerdings die Vermögensverteilung. Das Ergebnis: Den obersten 5% gehört fast 50% des Vermögens in Österreich.
Um die Krise in den Griff zu bekommen, hat der Staat mit Unmengen an Steuergeldern Banken gerettet und Konjunkturmaßnahmen gesetzt. Nicht alle SteuerzahlerInnen werden jedoch gleichermaßen zur Kasse gebeten: Quer durch Europa kürzen Regierungen bei den Sozialleistungen, bei der Bildung und im Gesundheitswesen. Zugleich konnten die Vermögenden ihren Besitz trotz Krise vermehren. So ist in Österreich die Anzahl der Personen, die ein anlagefähiges Vermögen von mehr als 1 Million Dollar besitzt, zuletzt von 87.900 auf 88.300 gewachsen.
Laut Nationalbank verfügen die Haushalte hierzulande über ein Geldvermögen von 471 Milliarden Euro. Abzüglich der Schulden beläuft sich das Netto-Vermögen auf 308 Milliarden Euro. Dieses Vermögen ist aber sehr konzentriert: Das oberste 1% hält 27% des gesamten Vermögens. Den obersten 5% gehört fast die Hälfte des Vermögens, während auf die unteren 50% der Haushalte nur 4% des Vermögens entfallen.
Auch die Lohneinkommen bewegen sich auseinander. Durch Steuern und Sozialtransfers wird die Verteilung allerdings noch beträchtlich korrigiert. Trotzdem zeigt der Sozialbericht der Regierung, dass sich die Zahl der von manifester Armut Betroffenen seit 2005 verdoppelt hat. Am stärksten betroffenen sind Jugendliche und Frauen.
Wir Grüne wollen das ändern! Reiche und Millionenerben sollen einen fairen Beitrag zur Finanzierung des Staates und zur Bewältigung der Krise leisten. Von Solidarität und sozialem Zusammenhalt profitieren letztlich alle!