Eisenbahnkreuzung Pabing: unzureichende Sicherung bekannt
Nach dem tödlichen Unfall auf der Eisenbahnkreuzung bei der Lokalbahnhaltestelle Pabing am 16. April 2026 werden nun langsam Details zur Vorgeschichte bekannt. So wurde dem GRÜNEN Verkehrssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer ein interner Aktenvermerk zugespielt. Aus diesem geht hervor, dass seit 2021 ‚wiederkehrende Mängel‘ in Form von ‚Sichtraumeinschränkungen‘ festgestellt wurden. „Die Sicherung der Eisenbahnkreuzung in Pabing ist seit Jahren nicht mehr ausreichend und gesetzeskonform. Bei der Lokalbahn ist dieser Umstand offenbar spätestens seit dem Jahr 2021 bekannt und aktenkundig gewesen“, so Heilig-Hofbauer. Für ihn stellt sich die Frage, warum Betreiberin und Behörde dennoch untätig geblieben sind. „Es kann ja nicht sein, dass erst ein Unfall passieren muss, bevor eine gesetzeskonforme Sicherung umgesetzt wird.“ Der GRÜN-Abgeordnete fordert nun volle Transparenz. „In der Beantwortung eines Informationsbegehrens behauptet die Lokalbahn nun, dass man bei den Überprüfungen seit 2021 ‚keine Mängel‘ festgestellt hätte. Ganz im Gegenteil zu den Angaben im internen Aktenvermerk, in dem von ‚wiederkehrenden Mängeln‘ die Rede ist. Anscheinend will man diese unangenehmen Diskrepanzen verheimlichen. Statt Verdunklung braucht es endlich volle Transparenz„, so Heilig-Hofbauer.
Streckensperre für Errichtung von Ampel nutzen
Für die GRÜNEN ist es wichtig, dass nun Maßnahmen gesetzt werden, um die Sicherheit zu erhöhen und zukünftige Unfälle zu vermeiden. „Die ab Samstag beginnende dreimonatige Streckensperre sollte auch dafür genutzt werden, um die Eisenbahnkreuzung in Pabing mit einer Ampel zu sichern. Wichtig ist, dass endlich Maßnahmen gesetzt werden, damit sich ein solcher Unfall nicht wiederholen kann“, so Heilig-Hofbauer abschließend.