Energiepreise: GRÜNE wollen Heizkostenzuschuss erhöhen
„Für viele Salzburgerinnen und Salzburger beginnt mit der kommenden Heizperiode wieder die Sorge um die nächste Energierechnung. Wenn Menschen mit wenig Einkommen fürchten müssen, ihre Wohnung nicht mehr ausreichend heizen zu können, muss die Politik handeln“, fordert die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold. Mit einem Dringlichen Antrag bringen die Salzburger GRÜNEN deshalb am kommenden Mittwoch ein Maßnahmenpaket gegen hohe Energiekosten und Energiearmut in den Landtag ein.
Der Handlungsbedarf ist groß, denn der Anstieg der Preise für Heizöl, Gas und Treibstoffe belastet die Haushalte massiv: 2025 waren österreichweit bereits 13 Prozent aller Haushalte von Energiearmut betroffen. „Das sind Menschen, die ihre Wohnung nicht ausreichend warmhalten können, mit Energierechnungen in Rückstand geraten oder einen viel zu großen Teil ihres kleinen Einkommens fürs Heizen und für Strom ausgeben müssen. Genau diese Menschen dürfen wir nicht alleinlassen“, so Berthold.
Die GRÜNEN fordern deshalb, den Salzburger Heizkostenzuschuss für die Heizperiode 2026/27 wieder auf 600 Euro anzuheben und die Einkommensgrenzen so auszugestalten, dass auch armutsgefährdete Haushalte erreicht werden. „Die Kürzung des Heizkostenzuschusses von 600 auf 250 Euro durch die schwarz-blaue Landesregierung war an sozialer Kälte nicht zu überbieten. Gerade jetzt, wo fossile Energiepreise wieder nach oben schießen, braucht es ein Umdenken der Landesregierung und Entlastung für die Salzburger:innen“, so Berthold. Der Dringliche Antrag fordert aber auch eine sozial treffsichere Sanierungsförderung ab 2027. „Die beste Antwort auf hohe fossile Preise ist der Ausstieg aus Öl und Gas. Sanierte Wohnungen und erneuerbare Heizungen machen uns unabhängiger und schützen das Klima“, so Berthold.
Bei den hohen Preisen wollen die GRÜNEN die Mineralölkonzerne stärker in die Pflicht nehmen. „Es kann nicht sein, dass Familien den Gürtel immer enger schnallen müssen, während Großkonzerne Milliarden einfahren. Übergewinne müssen abgeschöpft werden, um damit die Energiearmut zu beenden“, fordert Berthold. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Menschen jetzt durch die Teuerung helfen und gleichzeitig dauerhaft aus der fossilen Abhängigkeit aussteigen.“