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04.10.2021 Presseaussendung

Energiewende – machen Sie mit!

Bis 2030 soll die Energiegewinnung für das Land Salzburg CO2-neutral sein.

 

Dafür muss an vielen Schrauben gedreht werden und alle, auch Privatpersonen, können und sollen sich daran beteiligen! Die Förderungen dafür waren noch nie so gut wie jetzt. Der Zeitpunkt, über Energiegewinnung auf dem eigenen Dach nachzudenken, ist jetzt optimal:

„Die Technologie für Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen ist ausgereift, der Preis dafür so niedrig und die Umstellung so gut gefördert wie noch nie zuvor“, weiß Ing. Stefan Köpfelsberger aus Anthering, der beruflich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst ist.

 

Peter Stiegler vom SIR (Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen) gibt zu bedenken: „Da die Preise für PV-Anlagen wohl kaum noch sinken werden und die Strompreise steigen, sollte man die Gunst der Stunde nutzen und sich JETZT überlegen, ob man nicht eine Dachfläche und ein paar Tausend Euro Erspartes zur Verfügung hat, um eine PV-Anlage zu installieren.“

 

Mit einer 25m2 großen PV-Anlage (entspricht ca. 5 KWp) kann der Jahresbedarf an Strom für einen Haushalt gewonnen werden. Die Errichtung kostet ca. € 7500,-, wird aber vom Land Salzburg (Wohnbauförderung/Sanierungen) und dem Bund mit bis zu 50% (je nach Zustand des Hauses) gefördert. Natürlich ist nicht zu jeder Zeit gleich viel Sonnenenergie verfügbar. Man muss also auch mit einer PV-Anlage Strom zukaufen. Jedoch kann überschüssiger Strom ins Netz eingespeist werden, man erhält dafür den gerade geltenden Marktpreis. Der ist zwar viel geringer als der Preis, den die Energieversorger ihren Kund*innen verrechnen, aber die Sache zahlt sich dennoch aus. „In durchschnittlich 10 Jahren hat sich die Investition abbezahlt und die Anlage hält sicher noch weitere 10 Jahre“, so Stiegler.

 

„Die Überlegung, eine solar-thermische Anlage zu errichten, ist im Moment etwas in den Hintergrund geraten“, bedauert Ing. Stefan Köpfelsberger. Damit wird nicht Strom, sondern Warmwasser (für die Heizung) erzeugt. Mit thermischen Solaranlagen kann zwei- bis dreimal so viel Energie pro m2 Kollektor-Fläche geerntet werden als wie mit PV-Anlagen. Außerdem kann Warmwasser kostengünstiger gespeichert werden als elektrische Energie.  Solarthermische Anlagen sind also auch eine sehr gute Investition und werden ebenfalls über den Bund gefördert.

Ca. 45.000 Ölheizungen gibt es noch im Land Salzburg. Der Klima-Energie-Masterplan Salzburg sieht vor, dass in den kommenden 10 Jahren mindestens 25.000 davon ersetzt werden.  Haben Sie auch eine Öl- oder Gasheizung, die schon in die Jahre gekommen ist? Dann lohnt es sich bestimmt, sich über Förderungen zum Umstieg zu informieren: http://www.raus-aus-oel.at/

 

Um klimaneutral zu werden, brauchen wir aber nicht nur erneuerbare Energieformen, sondern wir müssen die Energie auch effizienter nutzen. Die Wärmedämmung der Gebäude ist dafür der Schlüssel. Der erste und wichtigste Schritt für „Ihre“ Energiewende sollte daher sein, die Wärmedämmung Ihres Hauses unter die Lupe zu nehmen und sie gegebenenfalls zu optimieren.

Was konkret für Ihr Eigenheim am sinnvollsten ist und wie die Förderungen zu beantragen sind, dafür wenden Sie sich am besten an die Energieberatung des Landes: www.salzburg.gv.at/themen/energie/energieberatung

 

Wenn Sie es gern persönlicher haben, kommen Sie doch einfach zum 1. Antheringer Repair-Café (am Samstag, 6. Nov.)! Dort steht ein Energieberater des Landes mit einem Info-Stand bereit und auch Stefan Köpfelsberger wird gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen.

 

Jeder Schritt in Richtung Klimaneutralität ist wichtig – gehen wir’s an!

Monika Wölflingseder

Sprecherin der Grünen Anthering, Gemeinderätin

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