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23.01.2015 Presseaussendung

EUROPARAT KRITISIERT EXISTENZGEFÄHRDENDE LÖHNE IN ÖSTERREICH

Fahnen aller EU Staaten vor den Gebäude in Brüssel

GRÜNE bringen Mindestlohnvorschläge in den Nationalrat

„Dass bei den Mindestlöhnen etwas gemacht werden muss. weiß die Regierung seit langem“, meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der GRÜNEN, zum Bericht des Europarats zur Umsetzung der Europäischen Sozialcharta in Österreich. „Etwa 500.000 Menschen in Österreich verdienen weniger als 8,50 Euro brutto in der Stunde. Bei derart niedrigen Löhnen kann, wie der Europarat treffend formuliert, ein annehmbarer Lebensstandard nicht sichergestellt werden.“

 

Von dieser Feststellung des Europarats sind auch Kollektivverträge betroffen, die teilweise noch immer extrem niedrige Bruttostundenlöhne vorsehen. „ArbeitnehmerInnen brauchen Schutz vor Niedrigstlöhnen. Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit muss der Schutz der Löhne garantiert werden“, betont Schatz.

 

Die GRÜNEN treten daher für eine gesetzliche Lohnuntergrenze ein, damit ausbeuterische Löhne unmöglich werden. „Wir werden die Kritik des Europarates zum Anlass nehmen, wieder entsprechende Vorschläge im Nationalrat zu diskutieren“, so Schatz.