Skip to main content
    Barrierefreiheit
05.10.2020 Presseaussendung

Finanzlage der Gemeinde Henndorf

Münzen und Geldscheine

Die Corona Krise wirkt sich auf die Finanzen der österreichischen Gemeinden wie auch der Gemeinde Henndorf aus. Nach vielen Jahren steigender Einnahmen muss Henndorf heuer und wohl auch zukünftig mit weniger Geld rechnen.

Die Einkünfte einer Gemeinde setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
• Aus dem Geld, das via Finanzausgleich vom Bund an die Gemeinden verteilt wird (Ertragsanteile),
• aus eigenen Steuern, die die Gemeinde einhebt wie die Kommunalsteuern und
• aus Gebühren und Entgelten für Leistungen wie etwa die Wasser- und Kanalgebühren oder Kindergartengebühren.

Die Ertragsanteile sind stark an die die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich gekoppelt. Nimmt die Wirtschaftsleistung ab, so sinken auch die Steuererträge. Wenn die Einnahmen des Staates sinken, so sinken daher auch die Ertragsanteile der Gemeinden die aus den Steuern gespeist werden. Für heuer wird eine um ca. 8 Prozent sinkende Wirtschaftsleistung in Österreich angenommen.
Die Kommunalsteuer wird nach den in Henndorf beschäftigten Angestellten und Arbeitern berechnet. Auch hier wird es zu Einbußen kommen. Bei den Gebühren sind aus heutiger Sicht keine starken Einbrüche zu erwarten.

 

Für Henndorf errechnet sich heuer nach vorsichtigen Schätzungen ein Fehlbetrag (hauptsächlich aufgrund der Steuerausfälle beim Bund) in der Höhe von mindestens einer halben Million Euro. Manche Experten rechnen allerdings schon mit einer Million. Das ist bei einem Jahresbudget von rund 12 Mio. sehr viel und stellt so manches künftige Vorhaben der Gemeinde in Frage. Ein Nachtragshaushalt im Herbst wird notwendig sein.

 

Ein großes Problem ist auch, dass es als sicher gilt, dass sich die Zahlungen vom Bund an die Gemeinden auch im kommenden Jahr nicht viel besser darstellen werden und dass wir vermutlich bis 2023 warten werden müssen bis die Einnahmen wieder Vor-Corona Niveau erreichen.
Die Gemeinde Henndorf hat in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und verfügt über mehrere Millionen Rücklagen wodurch sich keine unmittelbare Gefahr für uns ergibt. Es ist aber klar, dass wir sparen müssen, wenn wir alle unsere projektierten Vorhaben (Seniorenheim, Hochwasserschutz, Absicherung der Trinkwasserversorgung, Straßensanierungen oder neuer Recyclinghof…) auch verwirklichen wollen.

Christian Piller

Gemeinderat, Sprecher der Grünen Henndorf

Beitrag teilen