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13.05.2026 Presseaussendung

Finanzloch in der LWK: GRÜNE fordern Transparenz

kassa
"Die Landesregierung hat eine Aufsichtspflicht."
Martina Berthold

Nach dem Bekanntwerden des Prüfberichts zur finanziellen Lage der Landwirtschaftskammer Salzburg verlangen die Salzburger GRÜNEN volle Aufklärung. Dem Bericht zufolge beträgt der Schuldenstand der Landwirtschaftskammer mehr als zehn Millionen Euro. Für 2025 steht ein Bilanzverlust von einer Million Euro im Raum, für 2026 eine weitere Verschuldung von rund 500.000 Euro. „Der neue Kammeramtsdirektor und der Kammerpräsident versuchen, die Schuld dem alten Direktor zuzuschieben. Aber bei mehr als zehn Millionen Euro Schulden geht sich ein Abputzen nicht aus. Jetzt braucht es Transparenz und klare Antworten“, fordert die Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN, Martina Berthold. „Ich gehe davon aus, dass der Präsident, die Vollversammlung und auch der Kontrollausschuss umfassend und laufend über die Finanzen der Landwirtschaftskammer informiert waren. Alles andere wäre ein massives Versagen der Gesamtorganisation.“

Berthold stellt eine dringliche Landtagsanfrage an Agrarlandesrat Aigner. Im Zentrum stehen die Fragen, seit wann die Landesregierung über die finanzielle Schieflage informiert war, an welchen Sitzungen der LK Salzburg der Agrarlandesrat teilgenommen hat und ob das Land seine Aufsichtspflicht ausreichend wahrgenommen hat. Die Landwirtschaftskammer erhält erhebliche öffentliche Mittel des Landes: 7,4 Millionen Euro im Jahr 2025 und 6,9 Millionen Euro im Jahr 2026. Zudem untersteht sie der Aufsicht der Salzburger Landesregierung.

Berthold nimmt deswegen auch die Landesregierung in die Verantwortung: „Wer Millionen an öffentlichen Geldern vergibt, kann sich nicht auf partnerschaftlichem Wegschauen ausruhen. Das Land hat eine Aufsichtspflicht. Und die Salzburgerinnen und Salzburger haben ein Recht darauf, zu erfahren, was die Landesregierung wusste und warum sie nicht früher gegengesteuert hat.