FINANZSKANDAL MESSEZENTRUM: GRÜNE VERLANGEN AUFKLÄRUNG
LAbg. Rössler kündigt Landtagsanfrage an: "Im Aufsichtsrat der Messegesellschaft sitzen auch Vertreter des Landes. Was wussten diese von den ruinösen Schweizer-Franken-Krediten?"
„Ganz offensichtlich wird – wo immer das Land beteiligt ist – nicht mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes gearbeitet.“ So kommentiert LAbg. Astrid Rössler, ihres Zeichens Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Salzburger Finanzskandal, die nun bekannt gewordenen „Fremdwährungsprobleme“ des Messezentrums.
Rössler will nun per Landtagsanfrage klären, wer dafür verantwortlich zeichnet, dass die Messegesellschaft – an der das Land zu einem Drittel beteiligt ist – mit Schweizer-Franken-Krediten derart ins finanzielle Desaster schlitterte.
Was Rössler besonders ärgert: „An der Messegesellschaft ist mit einem Drittel auch die Wirtschaftskammer beteiligt. Während sonst die Inhaber von Schweizer-Franken-Krediten bereits seit Jahren daran arbeiten, diese wieder loszuwerden, sitzt die Messegesellschaft im Jahr 2013 immer noch auf einem drauf. Und das in einem geradezu ruinösen Ausmaß! Wo bleibt da die Wirtschaftskompetenz der Wirtschaftskammer?“
Die GRÜN-Abgeordnete kündigte eine Landtagsanfrage an, um zu klären, wie es zu der Misere kommen konnte. „Wer hat das genehmigt? Welche Rolle hat der Aufsichtsrat der Messegesellschaft – und damit die Vertreter des Landes – bei der Genehmigung gespielt? War die Finanzabteilung eingebunden? Wer wusste Bescheid?“ – Vor allem aber interessiert sich Rössler dafür, was möglicherweise sonst noch an kritischen Veranlagungen vorgenommen wurde: „Reden wir ‚nur‘ von einem Frankenkredit oder hat das Messezentrum auch noch riskante Swap-Leichen im Keller?“