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07.10.2015 Presseaussendung

FLÜCHTLINGE: „HILFE STÄRKT EINE GESELLSCHAFT!“

Eine Hand , die durch einen Maschendrahtzaun eine andere Hand hält

Aktuelle Stunde: „Solidarität statt Ellbogen“ – LH-Stv. Rössler appelliert: „Tun wir, was zu tun ist!“ – Schwaighofer:„Integration ist Basis eines gelingenden Zusammenlebens.“

„Tun wir, was zu tun ist. Dann werden wir die aktuelle Herausforderung gemeinsam gut meistern“, zeigt sich die GRÜNE Landessprecherin LH-Stv. Astrid Rössler angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Salzburg zuversichtlich. Rössler ist überzeugt, dass die aktuelle Welle der Hilfsbereitschaft unsere Gesellschaft auf Dauer stärker machen wird: „Wir können als Gesellschaft daran wachsen. Wir können lernen, Veränderungen gut gemeinsam zu bewältigen und wir wachsen zusammen. Hilfe stärkt eine Gesellschaft.“

 

Behördliche und freiwillige Hilfsdienste gegeneinander auszuspielen, lehnt Rössler ab: „Wir sind in der aktuellen Situation sowohl auf das eine als auch das anderen angewiesen. Es geht nur gemeinsam.“ Sie bedankt sich bei der Landesverwaltung, der Stadt Salzburg, allen Hilfsorganisationen und für die überwältigende Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaft. „Darauf können wir wirklich stolz sein!“

IN SALZBURG IST NOCH PLATZ

Derzeit leben im Bundesland Salzburg 3.400 Asylwerbende, „das sind gerade einmal 0,68 Prozent der Bevölkerung“, so Rössler. Während 64 Gemeinden bereits Flüchtlinge aufgenommen haben, hätten 55 Gemeinden noch keine Schutzsuchenden untergebracht. „Da ist noch genügend Platz, dass wir Menschen, die um Asyl ansuchen, bei uns unterbringen“, stellt Rössler fest und betont: „Ich verstehe, dass sich viele Menschen Sorgen machen, dass sie beunruhigt sind über die Entwicklung und dass sie viele Fragen haben, auf die wir nicht alle heute eine Antwort haben. Aber wir arbeiten daran. Wir wollen es bewältigen und wir können es bewältigen. Wir schaffen das!“

BLICK IN DIE ZUKUNFT

Der GRÜNE Klubchef LAbg. Cyriak Schwaighofer betont, dass es jetzt daran gehe, die Zukunft zu planen: „Ob Zuwanderung zum Erfolg wird oder sie unsere Gesellschaft dauerhaft belastet, hängt maßgeblich davon ab, ob die Integration dieser Menschen gelingt. Bildung, Sprache, Wohnraum und Arbeit bilden die Schlüssel zur Integration und damit die Basis für ein gelingendes Zusammenleben. Diese Bereiche packen wir in Salzburg engagiert an!“

EINE FRAGE DER MENSCHLICHKEIT

Schwaighofer ist überzeugt, dass Hilfe und Unterstützung von Menschen in Notsituationen nicht allein eine politische Frage sei, sondern eine menschliche. Er sagt abschließend: „Ich möchte den Skifahrer Marcel Hirscher zitieren, der kürzlich in den Salzburg Nachrichten sagte: ‚Wenn man sich für die menschliche Seite ausspricht, dann zahlt es sich aus, sich auf den höchsten Berg in den Wind zu stellen. Ich würde es wieder tun‘. Daran sollten wir uns alle ein Vorbild nehmen.“