FRAUENKARRIEREN IN DER FORSCHUNG STÄRKEN
LRin Martina Berthold setzt Schwerpunkte in der Wissenschaftsförderung
„Hoch qualifizierte junge Forscherinnen zu fördern, ist mir ein wichtiges Anliegen“, sagt Landesrätin Martina Berthold. Mit dem Projekt „matching funds“ des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) werden Spitzenforscherinnen unterstützt und gleichzeitig der Forschungsstandort Land Salzburg gestärkt. „Knappe Ressourcen verlangen eine Schärfung der Förderpolitik auf Schwerpunkte wie zum Beispiel ‚matching funds‘. Meine erste Förderzusage im Wissenschaftsressort gilt diesem intelligenten, frauenfördernden Projekt“, bekräftigt die Wissenschafts- und Frauenreferentin.
Im neu entwickelten Programm „matching funds“ wird jeder in Salzburg aufgebrachte Euro durch die Nationalstiftung verdoppelt. Bisher wurden für die spezifischen Frauenförderprogramme des FWF keine indirekten Projektkosten bezahlt. Das führte dazu, dass immer weniger Forscherinnen in diesen Programmen einreichten, weil die Forschungsstätten die Gemeinkosten (Overhead) aufbringen mussten. Deshalb wird Salzburg zunächst für 2014 90.000 Euro bereitstellen. „Die Nationalstiftung legt noch einmal 90.000 Euro drauf. Geld, das nach Salzburg fließt, den Standort stärkt und Forscherinnen hilft. Das ist ein rundum tolles Paket, auch wenn das erst der Anfang sein kann für eine echte Vollkostenfinanzierung der Grundlagenforschung“, so Berthold, die zuversichtlich ist, dass dieses Projekt in den kommenden Jahren ausgebaut werden kann: „Wir müssen in budgetär schwierigen Phasen Schwerpunkte setzen und diese Gewichtungen nachhaltig verankern. Das ist strukturell ein wichtiger Schritt und dazu stehe ich.“
Forscherinnen, bewerbt euch!
2012 flossen aus dem FWF Gelder in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro für die Grundlagenforschung nach Salzburg. Der nicht bezahlte Overhead betrug in Summe 295.000 Euro. Der Anteil von bewilligten Anträgen von Wissenschafterinnen liegt derzeit bei rund 30 Prozent. „Mir ist das viel zu wenig“, stellt Martina Berthold klar, „deshalb ermutige ich Forscherinnen, sich verstärkt in aussichtsreichen Programmen zu bewerben. Und: Ich unterstütze sie konkret durch ‚matching funds‘.“
Bis 19. Dezember 2013 können wieder Anträge für das Hertha Firnberg- und das Elise Richter-Programm an den FWF gerichtet werden. Der FWF ermöglicht Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, als Teil einer zweistufigen Karriereentwicklung insgesamt sechs Jahre Förderung in Anspruch zu nehmen. Zur Zielgruppe zählen hoch qualifizierte Universitätsabsolventinnen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn bzw. beim Wiedereinstieg nach der Karenzzeit. Ihnen soll mit diesem Programm größtmögliche Unterstützung in der Postdoc-Phase geboten werden.