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    Barrierefreiheit
29.01.2013 Presseaussendung

FÜR EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN OHNE BARRIEREN

Großaufnahme eines Rollstuhls

Immer noch werden Menschen mit Behinderung von wichtigen Bereichen des Lebens ausgeschlossen. Es ist unser Hauptanliegen, Barrierefreiheit für alle Menschen in allen Lebensbelangen umzusetzen.

Viele Menschen mit Behinderung müssen in Sondereinrichtungen leben, der Arbeitsmarkt wird ihnen immer noch großteils verwehrt. Die Integration vom Kindergarten bis zum universitären Abschluss ist noch immer keine Selbstverständlichkeit.

GLEICHBERECHTIGTE TEILNAHME AM LEBEN

​Häufig werden Menschen mit Behinderungen an der Inanspruchnahme von öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. öffentliche Verkehrsmittel und Gebäude, Geschäfte, Kinos, Gaststätten, Hotels, Bildungseinrichtungen gehindert. Barrierefreie Wohnungen sind Mangelware. Blinde und gehörlose Menschen werden vielfach von der Kommunikation ausgeschlossen. Darüber hinaus fehlt noch immer ein bedarfsgerechtes Pflegegeld zur Finanzierung von persönlicher Assistenz (Hilfe, Pflege und Betreuung). Ziel einer emanzipatorischen Politik für Menschen mit Behinderungen ist eine gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben.

Wir Salzburger GRÜNEN unternehmen deshalb immer wieder Vorstöße, um die Landesregierung in dieser Frage zu konsequenterem Handeln zu verpflichten. Beschlossen wurde zwar nicht – wie uns GRÜNEN vorgeschlagen – ein konkretes und verbindliches Ausbauziel, aber immerhin soviel: Die Regierung wurde von den Landtagsparteien einstimmig aufgefordert, „in allen Ressorts, nach Maßgabe der finanziellen Voraussetzungen“ Schritte zur Verbesserung der Barrierefreiheit zu setzen.

LAbg. Cyriak Schwaighofer, Sozialsprecher der Salzburger GRÜNEN, wünscht sich, dass bei diesem Thema endlich „die Barrieren im Kopf verschwinden“. Die Problematik werde häufig nur in Zusammenhang mit Menschen mit Behinderung diskutiert, dabei gehe es auch um ältere Leute oder einfach nur Eltern, die einen Kinderwagen vor sich her schieben. Vielen Leuten sei zudem nicht klar, wie schnell sie selbst von dieser Problematik betroffen sein könnten: „Es reicht schon ein kleiner Unfall und plötzlich ist man ein Mensch mit Beeinträchtigung. Die Gesellschaft als gesamtes würde profitieren, gäbe es ein klares und vor allem ein gelebtes Bekenntnis zur Barrierefreiheit.“

WIR GRÜNE FORDERN DAHER:

​

  • die sofortige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
  • vollständige Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
  • Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft durch Information und Kommunikation
  • Inklusive Bildung für alle Kinder mit Behinderung
  • gleichberechtigen Bildungszugang für Menschen mit Behinderung
  • die Umsetzung eines Rechtsanspruches auf persönliche Assistenz in allen Lebenslagen
  • Einbeziehung der Menschen mit intellektueller Behinderung in das Sozialversicherungssystem
  • und ein bundesweites Behindertengleichstellungsgesetz

    Die Einführung eines bundesweiten Behindertengleichstellungsgesetzes soll die Gleichstellung von behinderten und nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens sicherstellen und einklagbar machen.