FÜR UNTERKUNFT DER FLÜCHTLINGE AUS SYRIEN IST GESORGT!
Die Landesrätin für Migration Martina Berthold informiert über die aktuelle Situation
Täglich fliehen 5.000 Menschen vor den anhaltenden Kämpfen in Syrien. Die Anzahl der Flüchtlinge ist laut Caritas auf über 2 Millionen Menschen gestiegen, darunter sind mehr als die Hälfte Kinder. Dass Österreich hier seiner humanitären Verpflichtung nachkommen muss, steht außer Frage. Österreich hat einen Völkerrechtlichen Vertrag über die Aufnahme der 500 syrischen Flüchtlingen unterschrieben. Vereinbart wurde, dass bereits in Syrien 250 Personen von MitarbeiterInnen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) und 250 Flüchtlinge von Religionsgemeinschaften ausgewählt werden.
Anfang dieser Woche landeten die ersten syrischen Flüchtlingsfamilien in Wien-Schwechat. Die Einreise erfolgt in Etappen, im ersten Schritt sind das Familien, die per Flugzeug ankommen. Die erste Station ist das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. Nach einem beschleunigten Asylverfahren erhalten die SyrerInnen innerhalb eines Monates einen Asylberechtigten-Status. Anschließend bleiben sie für vier Monate in der Grundversorgung, danach haben die SyrerInnen Anspruch auf die Mindestsicherung.
Familien werden in Salzburg eine neue Heimat finden
Nach dem Bevölkerungsschlüssel werden die Flüchtlinge von den Bundesländern aufgenommen. Salzburgs Bevölkerungsschlüssel beträgt 6,3 Prozent, das sind rund 30 Personen.
Über den genauen Zeitpunkt der Ankunft im Bundesland ist noch nicht informiert worden, für Unterkunft ist jedoch bereits gesorgt. Haben die SyrerInnen bereits Angehörige in Salzburg, werden diese bei ihren Familien wohnen oder in den bestehenden Quartieren untergebracht. Zudem haben uns kirchliche Organisationen angeboten, Flüchtlinge unterzubringen“, so Migrations-Landesrätin Berthold nach ihrem Gespräch mit dem Referat für Migration und Grundversorgung. Die Kosten teilen sich (60%) Bund und (40%) Land, nötige psychotherapeutische Unterstützung wird aus den Mitteln des Europäischen Flüchtlingsfonds bezahlt werden.
Klar ist für Berthold aber, dass die von der Bundesregierung genannten 500 nur ein Anfang sein kann.
„Wer die dramatische Lage in Syrien verfolgt und sich nicht vor dem Elend der betroffenen Menschen verschließt, fühlt intensiv: Hier muss verstärkt geholfen werden!“