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21.06.2022 Presseaussendung

ZEN­TRUM AT­TRAK­TI­VIE­REN STATT EU­RO­PARK AUS­BAU­EN!

Hauptplatz einer Kleinstadt am Abend

Es fehlt der attraktive Mix für die Bewohner*innen sowie ein konsequent intelligentes und nachhaltiges Verkehrskonzept.

„Die Geschäfte im historischen Kern der Stadt Salzburg sind mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Die Pandemiehilfen sind ausgelaufen und der Tourismus hat noch nicht so angezogen, dass er die notwendigen Umsätze bringt.“ So kommentiert LAbg. Josef Scheinast, seines Zeichens Wirtschaftssprecher der GRÜNEN im Landtag, den heutigen SN-Bericht über den zunehmenden Leerstand rund um die Getreidegasse. „Das zeigt ganz eindrücklich, dass die Attraktivität des Salzburger Stadtkernes sinkt.“ Scheinast sieht das als Handlungsauftrag – nicht nur in Hinblick auf das Nein zum Europark, sondern auch die Verkehrssituation.

Zentrum attraktiver machen statt Europark ausbauen

„Das Beispiel des Moderiesen Zara, der im Herbst aus der Getreidegasse verschwindet, zeigt, dass der Frequenzriese Europark nach wie vor größter Konkurrent für die Altstadt ist“, so Scheinast. Ein weiterer Ausbau wäre angesichts der Konkurrenzsituation für die Stadt Salzburg extrem schädlich und würde das Problem nur noch verschlimmern. „Und wir wollen keine leeren Erdgeschosse in der Getreidegasse, sondern ein lebenswertes Salzburg für alle Bewohner*innen.“ Ein störender Faktor seien dabei natürlich auch die überschießenden Preise in der Altstadt, die „das wirtschaftliche Überleben gerade von kleinen – nicht von Ketten unterstützten – Firmen kaum zulassen. Es braucht aber einen möglichst guten Branchenmix, damit die Stadt auch für die Bewohner*innen attraktiv bleibt.“

Hoffnungsträger S-Link

Eine weitere „unangenehme Wahrheit“ sei auch die „verfehlte Verkehrspolitik“ der Stadt: „Das Shuttle vom Park & Ride-Ausstellungszentrum ist nach wie vor fossil unterwegs und bedeutet noch immer nicht den Einstieg in den öffentlichen Verkehr. Die Gelder, die jetzt in die Vergrößerung der Mönchsberggarage gesteckt werden, sähe Scheinast viel lieber als Investition in Parkhäuser an der Peripherie. „Dort wäre dieses Geld viel besser aufgehoben. Viele Gäste lassen sich nämlich auch von den ständigen Staumeldungen in der Stadt Salzburg abschrecken“, so der GRÜN-Abgeordnete. Als großen Hoffnungspunkt bezeichnet er den Ausbau der S-Link: „Damit wird die Stadt für viele Menschen optimal erreichbar sein.“

Josef Scheinast
Josef Scheinast

Landtagsabgeordneter

josef.scheinast@salzburg.gv.at
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