GESETZLICHE BIO-QUOTEN ZUR STÄRKUNG UNSERER LANDWIRTSCHAFT!
Einheitliche Standards für Quoten in der öffentlichen Beschaffung gefragt
Durch die Covid-19-Krise wurde das Bewusstsein für biologische und regionale Lebensmittel weiter gestärkt. Immer mehr Menschen wollen eine Versorgung mit möglichst kurzen Transportwegen und Wertschöpfung in der Region. Dabei kann das öffentliche Beschaffungswesen eine Vorreiterrolle einnehmen: „Die Leute wollen nicht nur wissen woher Schnitzel & Co kommen, immer mehr erwarten sich auch eine Stärkung der biologischen und regionalen Wertschöpfung“, so der GRÜNE Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer. Die von der öffentlichen Hand betriebenen Großküchen, wie beispielsweise in den Krankenhäusern, spielen dabei eine wichtige Rolle. „Bundesweit soll in der öffentlichen Verwaltung auf eine 100-prozentige regionale und saisonale Beschaffung umgestellt werden. Darauf haben sich GRÜNE und ÖVP im Programm der Bundesregierung verständigt. Dazu soll die Bio-Quote bis 2025 auf 30 Prozent und bis 2030 auf 55 Prozent steigen“, freut sich Heilig-Hofbauer über die ambitionierten Ziele.
Einheitliche Standards für Bio-Quoten
Im Bio-Bundesland Salzburg gibt es diesbezüglich jedenfalls noch Luft nach oben. So liegt die Bio-Quote der SALK erst bei rund 10 Prozent. „Da geht noch mehr“, so der GRÜN-Abgeordnete. Die SALK weist aber auch zu Recht darauf hin, dass die Berechnungsmethoden noch sehr unterschiedlich und Vergleiche daher nur bedingt möglich seien. „Für Bio-Quoten gibt es noch keine einheitlichen Standards, diese fordern wir nun morgen in einem Landtagsantrag“, erläutert Heilig-Hofbauer. So mache es etwa einen signifikanten Unterschied, ob Getränke in die Berechnung einbezogen werden. „Wir wollen in den öffentlichen Kantinen mehr Bio, mehr Regionales und das Ganze auch noch gut vergleichbar“, fordert Heilig-Hofbauer abschließend.